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Nachdem
die Schweden in letzter Zeit eher durch melodiösen Death Metal
geglänzt haben, zeigt der Meister des Gitarrensolos persönlich,
dass aus seiner Heimat auch starker Heavy Rock kommen kann. Dieser
Vergleich hinkt zwar ein wenig, da der Meister schon lange nach
Amerika ausgewandert ist, aber das ändert nichts an seiner Herkunft.
Nachdem der kleine YNGWIE von Hendrix und später von Paganini
so begeistert war, übte er wie ein Besessener an seiner Gitarre,
was sich bezahlt machte. Sein erstes Album Rising Force
- die meisten werden wohl gedacht haben, der Bandname hätte keinen
Hintergrund - kam gleich mal in die amerikanischen Charts. Ob
das mit diesem Album auch gelingt, vermag ich nicht zu sagen,
denn der Großmeister zeigt hier nur allzu deutlich, wer der Chef
im Gitarrenhimmel ist. Und genau da liegt auch mein Hauptproblem,
dass ich mit diesem Album habe - gleich nach 7 Sekunden ist schon
das erste Solo zu hören und eine Menge werden folgen. In jedem
Song mindestens zwei Soli und auch die Rhythmusriffs sind alles
andere als eingängig. YNGWIE ist wirklich
einer der besten,
wenn nicht der beste Gitarrist dieser Erde und es können sicherlich
nicht viele Leute sagen, sie können seine Riffs in der gleichen
Geschwindigkeit nachspielen. Aber das Problem an dieser Virtuosität
ist, das es für den "normalen" Metaller nicht mehr so zugänglich,
und daher schwerer zu konsumieren ist. Manchmal kommt mir dieses
Album so vor, als wäre es Musik - geschrieben für Musiker... Wenn
aber mal ein melodisches Solo aus des Meisters Saiten entfleucht,
dann aber auch ein sehr gutes, wie beispielsweise bei dem Song
Ship Of Fools. Da macht das zuhören Spaß und da der Song
auch bangtauglich ist, wäre er sicherlich live eine Ohrenweide.
Auch 3 Instrumentalwerke dürfen auf einem MALMSTEEN Album
nicht fehlen, welche alle eher unter der Rubrik "nicht notwendig"
fallen, da das Album mit 15 Songs und knapp 70 Minuten Spielzeit
ausreichend lang ausgefallen ist...
Die
Mitstreiter, die sich YNGWIE besorgt hat, sind - wie auf
seinen Alben üblich - nur Statisten und "dürfen" dem Meister bei
der Arbeit assistieren. Keiner der anderen fällt in irgendeiner
Art und Weise besonders hervor, außer vielleicht Sänger Dougie
White, welcher dringend nötig war, was man bei dem Song Freedom,
wo YNGWIE selber singt, deutlich hört...
Dieses Album ist musikalisch über alle Zweifel erhaben, leider
leidet darunter die Musik, was bei der Klasse eines MALMSTEEN
nicht nötig gewesen wäre...
Yngwie
Malmsteen
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