MAJESTY – Hellforces

 
Label: Massacre Records
Release: 24.02.2006
Von: Stefano
Punkte: 7/10
Time: 48:14
Stil: True Metal
URL: Majesty
 
Kaum eine Band im deutschen True Metal Sektor polarisiert so sehr wie MAJESTY. Die teutonische Antwort auf Manowar und Konsorten bestach schon immer mit gefälligen Songstrukturen und Tareks rauem Gesang, der sich deutlich vom Eunuchengejodle der Konkurrenz abzeichnete. Kritiker bemängeln eben diese simplen Songs, die typischerweise klischee-triefenden Texte und fragten sich ob MAJESTY eigentlich nicht eine Satire auf Manowar sein sollten.
Wie dem auch sei, die Deutschen sind, allen Kritiken zum Trotz, bereits beim vierten Album angekommen, und das macht ihnen nicht so schnell jemand nach. Das Quintett hat auf Hellforces die Manowar – Elemente zurückgeschraubt und das Ruder in Richtung Judas Priest und Accept gewendet. „Schuld“ daran trägt sicherlich unter anderem auch Produzent Stefan Kaufmann, ehemaliger Stockschwinger der deutschen Legende.
Dieser Sound ist klarerweise nichts Neues, und es soll jeder für sich entscheiden, ob er die tausendste True Metal Scheibe sein eigen nennen will oder nicht. Eines sollte der potentielle Käufer auf jeden Fall wissen: die Songs auf Hellforces spielen alle im oberen drittel der Liga. Schon der Titeltrack geht ordentlich nach vorne los, und andere Kracher wie Sons Of A New Millenium, Fight Forever und Nowhere Man folgen. Persönlich gefällt mir der Rocker Like A Raptor, trotz des extrem peinlichen Textes (“It’s late at night, in Central Park, you want to see me but it’s much to dark.”), am besten. Sehr gelungen find ich auch Metal Law 2006 (guest vocalist Udo Dirkschneider) sowie das beinah rhapsody-helloweensche Guardian Of The Dragon Grail. Dieser Song weist wie auch Dance With The Demon weibliche Gastvocals (Johanna Mott) auf, wobei letzter Song schon stark an die Bandhymne Keep It True erinnert. Aber egal, Dance With The Demon ist nicht desto weniger ein starkes Stück geworden.
True Metal Fans und MAJESTY Anhänger werden dieses Album sicherlich bald im Regal stehen haben. Wer diese Band aufgrund des Songwritings noch nie mochte, wird auch um Hellforces einen Bogen machen.