Kaum
eine Band im deutschen True Metal Sektor polarisiert so sehr
wie MAJESTY. Die teutonische Antwort auf Manowar
und Konsorten bestach schon immer mit gefälligen Songstrukturen
und Tareks rauem Gesang, der sich deutlich vom Eunuchengejodle
der Konkurrenz abzeichnete. Kritiker bemängeln eben diese
simplen Songs, die typischerweise klischee-triefenden Texte
und fragten sich ob MAJESTY eigentlich nicht
eine Satire auf Manowar sein sollten.
Wie dem auch sei, die Deutschen sind, allen Kritiken zum Trotz,
bereits beim vierten Album angekommen, und das macht ihnen nicht
so schnell jemand nach. Das Quintett hat auf Hellforces
die Manowar – Elemente zurückgeschraubt und das Ruder
in Richtung Judas Priest und Accept gewendet. „Schuld“
daran trägt sicherlich unter anderem auch Produzent Stefan
Kaufmann, ehemaliger Stockschwinger der deutschen Legende.
Dieser Sound ist klarerweise nichts Neues, und es soll jeder
für sich entscheiden, ob er die tausendste True Metal Scheibe
sein eigen nennen will oder nicht. Eines sollte der potentielle
Käufer auf jeden Fall wissen: die Songs auf Hellforces
spielen alle im oberen drittel der Liga. Schon der Titeltrack
geht ordentlich nach vorne los, und andere Kracher wie Sons
Of A New Millenium, Fight Forever und Nowhere
Man folgen. Persönlich gefällt mir der Rocker
Like A Raptor, trotz des extrem peinlichen Textes (“It’s
late at night, in Central Park, you want to see me but it’s
much to dark.”), am besten. Sehr gelungen find ich auch
Metal Law 2006 (guest vocalist Udo Dirkschneider) sowie
das beinah rhapsody-helloweensche Guardian Of The Dragon
Grail. Dieser Song weist wie auch Dance With The Demon
weibliche Gastvocals (Johanna Mott) auf, wobei letzter Song
schon stark an die Bandhymne Keep It True erinnert.
Aber egal, Dance With The Demon ist nicht desto weniger
ein starkes Stück geworden.
True Metal Fans und MAJESTY Anhänger werden
dieses Album sicherlich bald im Regal stehen haben. Wer diese
Band aufgrund des Songwritings noch nie mochte, wird auch um
Hellforces einen Bogen machen.