Mit
Alternative Rock ist das so eine Sache... Oft geraten Bands
in Gefilde, wo man als billige Kopie abstempeln kann, vor allem
von Bands wie Pearl Jam oder Alice in Chains. Grunge in Neu
mit ordentlich New-Metal-Elementen nennt man heute wohl New
Rock, oder so ähnlich. Schreckt aber oft ab, da die Klischees
dieser Richtung meistens übertrieben stark beansprucht
werden. Heute klingt so etwas nach Nickelback, Creed, Puddle
Of Mud und ähnlichen Konsorten... und dazu kommt eben jener
Pathos-überladener Knödelgesang, der für diese
Richtung typisch ist und meistens nur ein Abklatsch von Pearl
Jam und Alice in Chains Gesängen ist.
Wenn es danach geht, machen MAFUBA einiges
falsch. Obengenannte Klischees werden komplett bedient und damit
könnte man die Rezension bereits abschließen.
Eddie Vedder sei dank, greifen MAFUBA jedoch
oft genug in die Trickkiste und brechen aus dem Standard Bausatz
aus, schreiben sehr gelungene atmosphärische Songs, wie
das überragende All, oder bauen auch mal schräge
Riffs oder verschachtelte Rhythmen ein, so dass eine recht abwechslungsreiche
und teilweise sogar spannende Platte entstanden ist, die zwar
nicht originell ist, aber doch so einiges an Unterhaltung bietet.
Okay, der Gesang ist gut, der Mann versteht sein Werk! Nur geht
einem dieses Creed-Geknödel spätestens nach drei Songs
mächtig auf die Nieren.
So negativ diese Kritik auch klingen mag, ist es doch eher eine
Kritik an dieser reaktionären Musikrichtung... MAFUBA
machen ihre Sache mehr als gut, haben einige Hits am Start und
sollten durchaus 7,5 Punkte absahnen.