LUNATIC GODS – The Wilderness 
 
Label: Shindy
Release: 2001
Von: Loki
Punkte: 10
Time: 44:16
Stil: Death Metal
URL: Lunatic Gods
 

Eine Mischung aus atmosphärischen, melodischen, technischen, symphonischen Death Art Metal und Doom mit Black Metal Elementen, so wird versucht, die Band LUNATIC GODS mir schmackhaft zu machen. Wie auch immer, und auch wenn noch mehr Metalbegriffe mit eingeflochten werden würden, wäre es mir auch egal. Ich persönlich halte überhaupt nichts von diesen Beschreibungen, nur weil eine Band nicht mehr in die vorgeschriebenen Bereiche gesteckt werden kann. Auf jeden Fall ist das, was mir hier geboten wird, einfach der Oberhammer. Vergesst Schweden oder Norwegen. Die Wiege des neugeborenen Metals befindet sich ohne Zweifel in der Slowakei und die Burschen von LUNATIC GODS beweisen mit ihrer neuen Scheibe The Wilderness, das dies der Wahrheit entspricht.

Diese Art von Musik hört man nicht alle Tage. Mit welchen Bands könnte ich sie vergleichen? Mit eigentlich keiner, denn sie kopieren nicht, sie experimentieren und schaffen neue Horizonte von Musik. Von brutalen Death Metal Vocals über Black Metal bis zu wirklich außerordentlich guten cleanen Vocals ist alles vertreten. Auch bemerkt man, das die Band ihre Instrumente wirklich gut beherrschen und das nicht nur mit zwei Akkorden. Nein, was ich hier höre ist teilweise Zauberei. Melodien über Melodien, und je öfter man die Scheibe hört, desto mehr entdeckt man und schließlich wundert es einen, dass die Scheibe überhaupt nicht mehr aus dem CD Player will. Was mir auch sehr gut gefällt, ist, das es zwei Sänger gibt. So wird der Gesang nicht langweilig, da sie ein ausgezeichnetes Zusammenspiel zustande bringen.
Ich erkenne in dieser Band Stiele von Therion (den älteren Death Metal und den neueren klassischen Sachen), Opeth, Hollenthon, In Flames... ich könnte nun noch endlos Bands aufzählen, aber am besten Ihr hört Euch das Teil selbst an. Mein absolutes Lieblingsstück ist das Titelstück The Wilderness. Orient trifft auf Australien trifft auf Schweden. Die Gastmusiker, die auch zahlreich vertreten sind, geben dem ganzen noch den letzten Schliff und man höre und staune, es ist wirklich noch möglich, erstklassige Musik zu machen.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich anbringen muss, ist das Cover. Es sieht ein wenig unbeholfen aus, obwohl mir das Kaschperl sehr gut gefällt. Aber das soll der Musik keinen Abbruch geben.
Ich kann nur noch sagen, der Becherovka ist Tod, lang lebe LUNATIC GODS und man kann sich nur wünschen noch lange Zeit von dieser Band erfreut zu werden.