Eine Mischung
aus atmosphärischen, melodischen, technischen, symphonischen
Death Art Metal und Doom mit Black Metal Elementen, so wird
versucht, die Band LUNATIC GODS mir schmackhaft zu machen.
Wie auch immer, und auch wenn noch mehr Metalbegriffe mit eingeflochten
werden würden, wäre es mir auch egal. Ich persönlich halte überhaupt
nichts von diesen Beschreibungen, nur weil eine Band nicht mehr
in die vorgeschriebenen Bereiche gesteckt werden kann. Auf jeden
Fall ist das, was mir hier geboten wird, einfach der Oberhammer.
Vergesst Schweden oder Norwegen. Die Wiege des neugeborenen
Metals befindet sich ohne Zweifel in der Slowakei und die Burschen
von LUNATIC GODS beweisen mit ihrer neuen Scheibe The
Wilderness, das dies der Wahrheit entspricht.
Diese Art
von Musik hört man nicht alle Tage. Mit welchen Bands könnte
ich sie vergleichen? Mit eigentlich keiner, denn sie kopieren
nicht, sie experimentieren und schaffen neue Horizonte von Musik.
Von brutalen Death Metal Vocals über Black Metal bis zu wirklich
außerordentlich guten cleanen Vocals ist alles vertreten. Auch
bemerkt man, das die Band ihre Instrumente wirklich gut beherrschen
und das nicht nur mit zwei Akkorden. Nein, was ich hier höre
ist teilweise Zauberei. Melodien über Melodien, und je öfter
man die Scheibe hört, desto mehr entdeckt man und schließlich
wundert es einen, dass die Scheibe überhaupt nicht mehr aus
dem CD Player will. Was mir auch sehr gut gefällt, ist, das
es zwei Sänger gibt. So wird der Gesang nicht langweilig, da
sie ein ausgezeichnetes Zusammenspiel zustande bringen.
Ich erkenne in dieser Band Stiele von Therion (den älteren Death
Metal und den neueren klassischen Sachen), Opeth, Hollenthon,
In Flames... ich könnte nun noch endlos Bands aufzählen, aber
am besten Ihr hört Euch das Teil selbst an. Mein absolutes Lieblingsstück
ist das Titelstück The Wilderness. Orient trifft auf Australien
trifft auf Schweden. Die Gastmusiker, die auch zahlreich vertreten
sind, geben dem ganzen noch den letzten Schliff und man höre
und staune, es ist wirklich noch möglich, erstklassige Musik
zu machen.
Den einzigen
Kritikpunkt, den ich anbringen muss, ist das Cover. Es sieht
ein wenig unbeholfen aus, obwohl mir das Kaschperl sehr gut
gefällt. Aber das soll der Musik keinen Abbruch geben.
Ich kann nur noch sagen, der Becherovka ist Tod, lang lebe LUNATIC
GODS und man kann sich nur wünschen noch lange Zeit von
dieser Band erfreut zu werden.