LST – Lady Summer’s Blood

 
Label: Eigenproduktion
Release: Februar 2006
Von: Dajana
Punkte: 7.5/10
Time: 21:52
Stil: Black’n’Roll
URL: LST
 
Auf Lady Summer’s Blood haben die Österreicher LST doch eine deutliche Kehrtwende hin zu den black-metallischen Anfängen gemacht und präsentieren nun auf Lady Summer’s Blood eine Black’n’Roll Mischung, in der es dann aber doch noch jede Menge langsame Passagen gibt. Sehr kultig und passend dazu das Öffnen und Trinken einer Flasche Bier inkl. des obligatorischen Rülpsers als Intro ;)
Während God Won’t Help durch die Bank sehr punkig und kurzweilig ausgefallen ist, aber mit angebremsten Tempo fährt, fällt Life Fails komplett in die doomige Phase mit drückend schweren und groovenden Riffing zurück, nur, um am Ende dann doch wieder in punk’n’rollige Partystimmung auszubrechen. Ace Of Hate beginnt zunächst ebenfalls düster, langsam, zäh und bedrückend, aber auch wird der Hörer am Ende aus seiner Depri-Phase mit Black’n’Roll rausgeholt. The Blood Of This Midsummernight dreht den Spieß um und startet punkig, kommt dann aber überraschenderweise mit romantisch-melancholischem Part, angereichert mit einem schönem Solo, welches nahezu nahtlos in den letzen Song Dying Swan No More übergeht. Hier gibt’s dann noch einmal grandioses Doom-Riffing und Solos satt, bis man Lady Summer’s Blood mit rotziger Punkattitüde ausklingen lässt.
Insgesamt eine sehr abwechslungsreiche EP, der man die Spielfreude der Jungs anmerkt und die sich selbst auch nicht allzu ernst nehmen. Der Gesang von Mr. Polsi rückt das Ganze zwar in eine schwarz angehauchte Ecke, weitestgehend zieht man jedoch eine eher punkige Ausrichtung vor und vermischt diese mit Doom. Der Ufta-Sound ist vielleicht etwas zu handzahm und nicht räudig genug. Da könnte man noch mehr Power und Aggressivität reinlegen.

Lady Summer’s Blood macht Laune und zaubert beständig ein feistes Grinsen auf’s Gesicht. Bleibt dabei Jungs und feilt das Ganze nun noch ein bisschen mehr aus! Lady Summer’s Blood gibt’s im Übrigen als kompletten kostenlosen Download auf der bandeigenen Homepage!