Auf
Lady Summer’s Blood haben die
Österreicher LST doch eine deutliche Kehrtwende
hin zu den black-metallischen Anfängen gemacht und präsentieren
nun auf Lady Summer’s Blood
eine Black’n’Roll Mischung, in der es dann aber
doch noch jede Menge langsame Passagen gibt. Sehr kultig und
passend dazu das Öffnen und Trinken einer Flasche Bier
inkl. des obligatorischen Rülpsers als Intro ;)
Während God Won’t Help durch die Bank sehr
punkig und kurzweilig ausgefallen ist, aber mit angebremsten
Tempo fährt, fällt Life Fails komplett in
die doomige Phase mit drückend schweren und groovenden
Riffing zurück, nur, um am Ende dann doch wieder in punk’n’rollige
Partystimmung auszubrechen. Ace Of Hate beginnt zunächst
ebenfalls düster, langsam, zäh und bedrückend,
aber auch wird der Hörer am Ende aus seiner Depri-Phase
mit Black’n’Roll rausgeholt. The Blood Of This
Midsummernight dreht den Spieß um und startet punkig,
kommt dann aber überraschenderweise mit romantisch-melancholischem
Part, angereichert mit einem schönem Solo, welches nahezu
nahtlos in den letzen Song Dying Swan No More übergeht.
Hier gibt’s dann noch einmal grandioses Doom-Riffing und
Solos satt, bis man Lady Summer’s Blood
mit rotziger Punkattitüde ausklingen lässt.
Insgesamt eine sehr abwechslungsreiche EP, der man die Spielfreude
der Jungs anmerkt und die sich selbst auch nicht allzu ernst
nehmen. Der Gesang von Mr. Polsi rückt das Ganze zwar in
eine schwarz angehauchte Ecke, weitestgehend zieht man jedoch
eine eher punkige Ausrichtung vor und vermischt diese mit Doom.
Der Ufta-Sound ist vielleicht etwas zu handzahm und nicht räudig
genug. Da könnte man noch mehr Power und Aggressivität
reinlegen.