Vor nicht
allzu langer Zeit hatte ich die Doomed To Suffer
(Privileged To Feel) Scheibe von LST
rezensiert und nun liegt mir mit Down Without End
schon das Nachfolgewerk der Band vor. Bei den 10 neuen Stücken
(inkl. Exploited Coverversion) zeigt man sich dabei noch um
einiges variabler als auf dem Vorgänger. Dabei ist der
Doom Anteil noch etwas mehr in den Hintergrund gerückt
und fällt häufig nur noch durch den schwermütigen
Charakter der Melodien und Songs auf, während langsame
Parts doch eher seltener sind. Dafür hat man sich merklich
rockigeren Tönen hingegeben, die viele Songs auszeichnen.
Dazu kommen noch die von Doomed To Suffer
bewährten Keifeinlagen, welche die Band in dieser Hinsicht
wieder an den Rand des Black Metals führen.
Was LST über die ganze Scheibe hinweg
und über die vielen verschiedenen Stilgrenzen, die sie
selbst überschreiten, auszeichnet, ist ihr Fable für
Melodien, welche sich stark einprägend und den Doom Charakter
der Band immer noch herauskehren können. Das „Beiwerk“,
unterstützt diese Stärke der Band dabei sehr gut und
es ist für LST auch keineswegs nötig
sich in eine Schublade stecken zu lassen, da sie durch das Wildern
den Ausdruck in ihrer Musik sehr gut rauskehren können.
Als interessanten Ausblick schreiben sie im Infoblatt, dass
das nächste Album Parallelen zum norwegischen Black Metal
aufweisen wird. Da bin ich aber mal gespannt, da man vom Gesang
her manchmal schon etwas diese Richtung geht. Bis es aber soweit
ist, wird Down Without End sicher
seine Freunde finden, auch wenn es stiltechnisch schwer eingrenzbar
ist. Tipp: Hört einfach mal auf der HP in 1000 Nights
Of Nothing rein und lasst euch wegtragen.