LST – Down Without End
 
Label: Eigenproduktion
Release: 28.09.2004
Von: Hoschi
Punkte: 8.5/10
Time: 42:00
Stil: Doom Metal
URL: LST
 

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich die Doomed To Suffer (Privileged To Feel) Scheibe von LST rezensiert und nun liegt mir mit Down Without End schon das Nachfolgewerk der Band vor. Bei den 10 neuen Stücken (inkl. Exploited Coverversion) zeigt man sich dabei noch um einiges variabler als auf dem Vorgänger. Dabei ist der Doom Anteil noch etwas mehr in den Hintergrund gerückt und fällt häufig nur noch durch den schwermütigen Charakter der Melodien und Songs auf, während langsame Parts doch eher seltener sind. Dafür hat man sich merklich rockigeren Tönen hingegeben, die viele Songs auszeichnen. Dazu kommen noch die von Doomed To Suffer bewährten Keifeinlagen, welche die Band in dieser Hinsicht wieder an den Rand des Black Metals führen.
Was LST über die ganze Scheibe hinweg und über die vielen verschiedenen Stilgrenzen, die sie selbst überschreiten, auszeichnet, ist ihr Fable für Melodien, welche sich stark einprägend und den Doom Charakter der Band immer noch herauskehren können. Das „Beiwerk“, unterstützt diese Stärke der Band dabei sehr gut und es ist für LST auch keineswegs nötig sich in eine Schublade stecken zu lassen, da sie durch das Wildern den Ausdruck in ihrer Musik sehr gut rauskehren können. Als interessanten Ausblick schreiben sie im Infoblatt, dass das nächste Album Parallelen zum norwegischen Black Metal aufweisen wird. Da bin ich aber mal gespannt, da man vom Gesang her manchmal schon etwas diese Richtung geht. Bis es aber soweit ist, wird Down Without End sicher seine Freunde finden, auch wenn es stiltechnisch schwer eingrenzbar ist. Tipp: Hört einfach mal auf der HP in 1000 Nights Of Nothing rein und lasst euch wegtragen.