Endlich
wieder ein Lebenszeichen der Tiroler LOST DREAMS.
Nach Where Gods Creation Ends ist einiges passiert: So spielte
die Band zahlreiche Konzerte mit Bands wie Sepultura, Zyklon,
Dornenreich oder Graveworm. Und das zurecht, denn von ihren
Live-Qualitäten konnte ich mich schon mehrmals überzeugen.
Doch ein Line-up Wechsel sorgte für eine lange Pause bei
der Truppe um Andy Mayerhofer aus Innsbruck. Doch nun schlagen
sie mit neuem Sänger (der alte brüllt bei den Extravaganz-Grindern
von Tristwood) und mit einem jungen neuen Schlagzeuger zurück.
Tormented Souls wurde im eigenen
SMT-Studio
aufgenommen und bietet melodischsten Death Metal schwedischer
Art mit diversen Funeral Doom Einschlägen. Deutlich härter
und explosiver als auf früheren Werken sind die neun Kompositionen,
von denen Evil Unleashed das eigentliche Gesicht der
Band widerspiegelt, während Living In A Mass und
Only A Dream die Tiroler von einer neuen Seite zeigt,
nämlich knallharter Death’n’Roll. Alle Songs
sind von unzähligen Melodielinien, des öfteren auch
mit einer cleanen Gitarre, und dem ultra-tiefen Gegrunze des
Shouters untermalt. Nebenbei sei noch gesagt, dass für
die Aufnahme extra ein Studioschlagzeuger geholt wurde, der
dem Prädikat „Studioschlagzeuger“ mehr als
gerecht wird und wirklich präzise daherknüppelt. Die
Band wird auch in Kürze an einem Tributalbum von Rage teilnehmen.
Außerdem kann man das aktuelle Album in einer limitierten
Version erwerben: als Doppel-CD in DVD-Design mit viel Zusatzmaterial
wie Demos, Live-Aufnahmen, Covers und einem Video.
Fazit: Ein mehr als gelungenes Album mit tollen Ideen, super
umgesetzt und richtig eingängig – auf der anderen
Seite kommt aber die Eigenständigkeit nicht unbedingt zur
Geltung.