LIVIDITY – Used, Abused, And Left For The Dead

 
Label: Epitomite/Morbid Records
Release: 2006
Von: Jörn
Punkte: 8/10
Time: 37:48
Stil: Death Metal
URL: Lividity
 
Used, Abused, And Left For The Dead stellt die fünfte Veröffentlichung in der Karriere der amerikanischen Extremdeather LIVIDITY dar. Und ihre bisher beste. Wieso? Ganz einfach! Mastermind Dave Kibler und seine drei Mitstreiter haben es auf ihrem neuesten Output mühelos geschafft, ihren brutalen Songs eine absolut eigenständige Note zu verleihen. Klar konnte man bereits beim Debüt Till Only The Sick Remain im Jahre 2002 erkennen, dass hier nicht schon wieder der nächste Cannibal Corpse Clone an den Start ging. Doch heutzutage klingen LIVIDITY um einiges brutaler als noch vor fünf Jahren. Die Arrangements sind um einiges verwirrender als noch auf dem Debüt. Ich würde Used, Abused, And Left For The Dead jedenfalls in einem Atemzug mit Bands wie Cephalic Carnage und Origin nennen. Das gilt allerdings ausschließlich für die Musik und die Art, wie die Vocals eingesetzt werden. Textlich geht es eher um ziemlich krasse Sexgorefantasien, die garantiert nichts für zarte Gemüter sind! Wer sich bereits an den Texten von Butchered At Birth von Cannibal Corpse stört, sollte von LIVIDITY besser die Finger lassen. Songtitel wie Raped For Rent, Exhibition Of Carnage oder der brachiale Titeltrack sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Sicherlich kann man über Texte dieser Art geteilter Meinung sein. Wie Alice Schwarzer sollte man dann aber doch nicht reagieren und die vier Amis zur Hölle wünschen, wo alle Genitalien der Musiker brennen müssen! Es ist offensichtlich, dass LIVIDITY ihre Texte mit einem Augenzwinkern verfassen. Und wir sollten ihre Texte ebenfalls mit einem Augenzwinkern konsumieren.