Used,
Abused, And Left For The Dead stellt die fünfte
Veröffentlichung in der Karriere der amerikanischen Extremdeather
LIVIDITY dar. Und ihre bisher beste. Wieso?
Ganz einfach! Mastermind Dave Kibler und seine drei Mitstreiter
haben es auf ihrem neuesten Output mühelos geschafft, ihren
brutalen Songs eine absolut eigenständige Note zu verleihen.
Klar konnte man bereits beim Debüt Till Only
The Sick Remain im Jahre 2002 erkennen, dass hier
nicht schon wieder der nächste Cannibal Corpse Clone an
den Start ging. Doch heutzutage klingen LIVIDITY
um einiges brutaler als noch vor fünf Jahren. Die Arrangements
sind um einiges verwirrender als noch auf dem Debüt. Ich
würde Used, Abused, And Left For The Dead
jedenfalls in einem Atemzug mit Bands wie Cephalic Carnage und
Origin nennen. Das gilt allerdings ausschließlich für
die Musik und die Art, wie die Vocals eingesetzt werden. Textlich
geht es eher um ziemlich krasse Sexgorefantasien, die garantiert
nichts für zarte Gemüter sind! Wer sich bereits an
den Texten von Butchered At Birth von Cannibal Corpse stört,
sollte von LIVIDITY besser die Finger lassen.
Songtitel wie Raped For Rent, Exhibition Of Carnage
oder der brachiale Titeltrack sprechen diesbezüglich eine
deutliche Sprache. Sicherlich kann man über Texte dieser
Art geteilter Meinung sein. Wie Alice Schwarzer sollte man dann
aber doch nicht reagieren und die vier Amis zur Hölle wünschen,
wo alle Genitalien der Musiker brennen müssen! Es ist offensichtlich,
dass LIVIDITY ihre Texte mit einem Augenzwinkern
verfassen. Und wir sollten ihre Texte ebenfalls mit einem Augenzwinkern
konsumieren.