Was mal
als Projekt gedacht war, hat sich dank überschäumender
Energien schnell zu der Band LEAF entwickelt,
die - nebst Soundtrack für einen Kurzfilm (das war mal
das Projekt) und einem Demo - nun das Debüt auf den Tisch
legt.
Circle Of Ways ist eine Achterbahn
der lauten und leisen Töne, die man musikalisch in die
Rock/ Heavy/ Alternative Ecke der Marke Creed, Nickelback oder
Pearl Jam stecken kann. Dabei sei angemerkt, das die lauten
Töne doch schon sehr heavy daherkommen. Sänger Jamie
Scholz hält die Fäden in der Hand und verbindet mit
seinem cleanen Gesang die melancholischen und aggressiven Momente.
Man beginnt Circle Of Ways geschickterweise
erst einmal ruhiger, serviert mit dem Titeltrack eine Semi-Ballade,
bevor es dann mit Swimming mächtig eins auf die
zwölf gibt. Sanfte Gemüter dürften sich hier
merklich erschrecken ... Da wird man aber nicht nur von Riffmonstern
an die Wand gedrückt, sondern bekommt zwischen den leisen
Tönen auch ein paar progressive Raffinessen, welche nachfolgend
immer wieder mal auftauchen. Daneben gibt es auch den einen
oder anderen energetischen Ausbruch (Changing, Thank
You), aber deftige Überraschungen wie bei Swimming
bleiben aus. Man hält sich dezent massenkompatibel zurück.
Und für die selten-dämliche Rausschmeißer Coverversion
von Sisters’ Temple Of Love gibt es Abzüge
in der B-Note!
Nichtsdestotrotz haben LEAF mit Circle
Of Ways ein schönes und gelungenes Debüt
abgeliefert.