Anderthalb
Jahre nach dem selbstbetitelten Debüt Album melden sich
die Italiener LA MAMOYNIA mit dem Nachfolger
Mono Ego zurück. Viel geändert
hat sich nichts, man bleibt seiner stilistischen und instrumentalen
Ausrichtung treu und schließt somit nahtlos an den Vorgänger
an. Die Produktion ist etwas dezenter ausgefallen, so dass die
Stimme von Sänger Dimitri nicht mehr penetrant im Vordergrund
steht, was aber nichts daran ändert, das sie nach wie vor
gleichermaßen verstörend wie animalisch wirkt. Die
Songs sind etwas harmonischer aufgebaut, die Soundteppiche etwas
dichter und man bewegt sich ein Stück weit weg vom Minimalismus
des Debütalbums. Sie sind aber dennoch sperrig und entfalten
ihre Anziehungskraft erst nach mehreren Durchläufen. Die
Melodien sind düster, kalt und melancholisch, diverse Samples
erschaffen eine bedrückend paranoide Atmosphäre. Ich
bin Niemand und Nightmares I’m Hiding From
gehen sofort ins Ohr, während man bei den anderen Tracks
die vertrauten und etwas nervigen „Atari-Sounds“
(Links), satte Bässe (Agapi, Ti Mekali Leksi)
und Geigen (Something That Does Not Exist) wieder findet.
LA MAMOYNIA haben ihren Stil verfeinert und
ein wenig ausgefeilt, trotzdem ist ihnen noch nicht der große
Wurf gelungen. Sie fabrizieren eine einzigartige Mischung aus
Dark- und Coldwave mit Industrial-Einflüssen, haben mit
Dimitri Triantafyllou einen unglaublichen Sänger, dennoch
fehlt das gewisse Etwas, das sie unwiderstehlich und ihre Musik
herausragend macht.