LA MAMOYNIA – s/t

 
Label: KFD
Release: 24.01.2004
Von: Dajana
Punkte: 7/10
Time: 39:54
Stil: Electro Darkwave
URL: La Mamoynia
 

Was einst (1999) als Psycho-Industrial Projekt begann, mündet anno 2004 und 2 Demos später im selbstbetitelten Debüt, welches als Electro Darkwave deklariert wurde.
LA MAMOYNIA besteht aus 3 Italienern und einem griechischen Sänger, die all ihre Einflüsse in einem Topf werfen und so das Debüt zu einem faszinieren Chaosium verschmelzen lassen. Hier findet man sowohl die Psycho-Industrial Elemente der Gründungstage wieder, wie auch die (Post)Punk Einflüsse des dazugekommenen Sängers Dimitri und die später entdeckten Möglichkeiten elektronischer Sounds. Das aktuelle Line-up besteht dann auch multifunktional aus 2 Bassisten, 3 Programmierern und 2 Drummer.
La Mamoynia ist sehr gewöhnungsbedürftig, sperrig, fremdartig und bezieht seine Inspiration aus den 80igern und alten Helden wie Fad Gadet, Joy Division und Cabaret Voltaire. Die Sounds sind monoton und minimalistisch, düster und selbstzerstörerisch. Es gibt immer wiederkehrende elektronische Pieptöne und Samples, die mit einem alten Atari gemacht worden zu sein scheinen aber nie flächendeckende Soundteppiche. Es gibt viele Percussion Improvisationen, manchmal melancholische wavige Gitarrenmelodien wie in To Lyknisma oder auch Geigen wie in Ola Gri. Die Arrangements sind oftmals disharmonisch, einfach nur schräg oder gar gegeneinander laufend. Manche Songs sind völlig abgedreht (Walk In Silence), andere ziemlich geil (Ta Macheria Mou und I Anixi Emoraghi). Die Texte gibt's in Englisch, Italienisch und Griechisch.
Über allen schwebt die mehrheitlich rezitative Stimme von Sänger Dimitri, die was animalisches aber auch Zerbrechliches hat. Er leidet und fordert mit seiner Stimme und treibt einen in den Wahnsinn.
Die Produktion ist nicht wirklich berauschend, einzelne Elemente und der Gesang stehen häufig zu sehr im Vordergrund und unterdrücken andere Soundcollagen. Nichtsdestotrotz: Interessantes Debüt!