Was einst
(1999) als Psycho-Industrial Projekt begann, mündet anno
2004 und 2 Demos später im selbstbetitelten Debüt,
welches als Electro Darkwave deklariert wurde.
LA MAMOYNIA besteht aus 3 Italienern und einem
griechischen Sänger, die all ihre Einflüsse in einem
Topf werfen und so das Debüt zu einem faszinieren Chaosium
verschmelzen lassen. Hier findet man sowohl die Psycho-Industrial
Elemente der Gründungstage wieder, wie auch die (Post)Punk
Einflüsse des dazugekommenen Sängers Dimitri und die
später entdeckten Möglichkeiten elektronischer Sounds.
Das aktuelle Line-up besteht dann auch multifunktional aus 2
Bassisten, 3 Programmierern und 2 Drummer.
La Mamoynia ist sehr gewöhnungsbedürftig,
sperrig, fremdartig und bezieht seine Inspiration aus den 80igern
und alten Helden wie Fad Gadet, Joy Division und Cabaret Voltaire.
Die Sounds sind monoton und minimalistisch, düster und
selbstzerstörerisch. Es gibt immer wiederkehrende elektronische
Pieptöne und Samples, die mit einem alten Atari gemacht
worden zu sein scheinen aber nie flächendeckende Soundteppiche.
Es gibt viele Percussion Improvisationen, manchmal melancholische
wavige Gitarrenmelodien wie in To Lyknisma oder auch
Geigen wie in Ola Gri. Die Arrangements sind oftmals
disharmonisch, einfach nur schräg oder gar gegeneinander
laufend. Manche Songs sind völlig abgedreht (Walk In
Silence), andere ziemlich geil (Ta Macheria Mou
und I Anixi Emoraghi). Die Texte gibt's in Englisch,
Italienisch und Griechisch.
Über allen schwebt die mehrheitlich rezitative Stimme von
Sänger Dimitri, die was animalisches aber auch Zerbrechliches
hat. Er leidet und fordert mit seiner Stimme und treibt einen
in den Wahnsinn.
Die Produktion ist nicht wirklich berauschend, einzelne Elemente
und der Gesang stehen häufig zu sehr im Vordergrund und
unterdrücken andere Soundcollagen. Nichtsdestotrotz: Interessantes
Debüt!