JAMES LA BRIE – Elements Of Persuasion

 
Label: InsideOut
Release: 29.03.2005
Von: Medion
Punkte: 4/10
Time: 66:43
Stil: Experimental Metal
URL: James LaBrie
 

Dass ein bekannter Name und ein Label, welches normalerweise für Qualität auf höchstem Niveau bürgt, nicht immer gleichbedeutend mit einem Spitzen-Release sein müssen, wird deutlich, wenn man sich JAMES LA BRIE's neues Solo-Album Elements Of Persuasion zu Gemüte führt. Dabei versucht sich der Dream Theater-Frontmann in Gefilden, die so gar nicht zu ihm passen wollen und wohl gerade deswegen zu einem mehr als durchwachsenden Release führen. Egal ob der katastrophale Opener Crucify, der mit thrashigem 08/15-Riffing und uninspiriertem Gesang schlechter nicht sein könnte oder das nachfolgende mit Gothic-Touch versehene Alone, dessen Refrain auch schon 100 Mal gehört scheint – LA BRIE gelingt es auf seinem dritten Solo-Ausflug nicht, einen roten Faden in den Sound zu bringen und scheitert auch daran, mit griffigen Ideen aufzuwarten. Besonders auch die elektronischen Spielereien mögen zwar ganz nett sein, wirken aber auf dieser Scheibe äußerst deplatziert. Am besten erachte ich noch jene Songs, die etwas ruhiger gehalten sind, wie das chillige und an Chroma Key erinnernde Lost oder die Dream Theater-mässige Ballade Smashed, die beide leider durch den all zu mächtigen Drumsound fast erschlagen werden - hier hätten Samples und Electronics sicher Sinn gemacht, fehlen aber.
JAMES LA BRIE versucht auf Elements Of Persuasion zu viel auf einmal, scheint es allen Recht machen zu wollen und endet schließlich in einem Chaos-Album, das zwar von allem etwas enthält, im Endeffekt aber niemanden aus den Socken hauen wird. Ich hatte mir eindeutig mehr erwartet...