L'ÂME IMMORTELLE Dann habe ich umsonst gelebt
 
Label: Trisol
Release: 2001
Von: Psycho
Punkte: 8/10
Time: 52:22
Stil: Gothic / Electro
URL: L'Âme Immortelle
 

Auf ihrem neuen Album ist LAI in der Tat der große Wurf gelungen. Endlich mit einer wirklich transparenten und druckvollen Produktion versehen, funktionieren diesmal auch die einzeln Stücke richtig gut.
Dabei geht das bewährte Konzept der "Konzeptlosigkeit" hervorragend auf: die Clubkracher gehen tierisch in die Beine, die ruhigen Stücke sind wunderbar schmachtend und traurig, und die Electro-Pop-Nummern perlen nur so aus den Boxen. Hatte man früher zuweilen noch das Gefühl, den einzelnen Kompositionen würde manchmal noch irgend etwas fehlen, so kommt dieser Eindruck bei Dann habe ich umsonst gelebt nicht einmal auf. Ganz Gegenteil, jedes einzelne Stück wirkt ausgereift und durchdacht, ohne dabei überfrachtet oder konstruiert zu erscheinen. Ebenfalls zum positiven Eindruck trägt der stark verbesserte Gesang bei, vor allem Sonja Kirchhofer überrascht/ überzeugt mit einigen nicht erwarteten Varianten und einem deutlich erweiterten Stimmumfang.
Es ergibt sich also ein insgesamt recht abwechslungsreiches und doch sehr homogenes Album, welches seine Highlights in den Tracks Judgement, Voiceless, Forgive Me und dem klassisch interpretierten Dead Actor's Requiem hat.
Als Bonus findet sich noch eine gelungene akustische Version des wohl bekanntesten LAI -Stücks, nämlich Life Will Never Be The Same Again, bei der Sean Brennan von London After Midnight es erfreulicherweise schafft, nicht negativ aufzufallen. Als ob solche Mätzchen noch nötig gewesen wären...