KRABATHOR - Unfortunately Dead

 

Label: System Shock

Release: 2000

Von: Equimanthorn

Punkte: 7,5


Paul Speckmann ist nach wie vor bei manchen Leuten verdammt unbeliebt, und wer sich mit ihm einläßt, muß damit rechnen, von diversen Seiten mit Scheiße beworfen zu werden - zu diesem Schluß kommt man zumindest, wenn man sich einige der Reviews zu diesem Album zu Gemüte führt. Dabei ist doch alles halb so schlimm: KRABATHOR sind heuer zwar etwas technischer und haben den Anteil an eingängigen Melodien leicht erhöht, aber ansonsten ist Unfortunately Dead immer noch ein äußerst massives DM-Album mit durchgehend hohem Songwriting-Niveau. Echte Brecher wie zb. seinerzeit der Titeltrack auf Orthodox fehlen zwar, aber dafür gibts mit Death Through The Centuries ein interessantes, atmosphärisches Experiment, das beweist, daß auch gestandene Death-Metaller gelegentlich Ausflüge in andere Genres wagen können, ohne dabei gleich Stilbruch zu begehen. Festgefahrene Kleingeister werden sich daran allerdings wohl genauso künstlich erregen, wie erwähnte Speckmann-Hasser an den hin und wieder auftauchenden Master-Einflüssen - der halbwegs normal denkende Teil der Metal-Bevölkerung freut sich dagegen über eins der besseren DM-Alben der letzten Monate...

Krabathor