KORPIKLAANI Voice Of Wilderness
 
Label: Napalm Records
Release: 24.01.2005
Von: Pedi / Stormlord
Punkte: 10+ / 9.5/10
Time: 41:12
Stil: Folk Metal
URL: Korpiklaani
 

Pedi:
Haltet die Methörner bereit, denn KOPRIKLAANI beehren uns zum zweiten Mal mit fetzigem Humppa Folk Metal vom Feinsten! Das Debüt Album Spirit Of The Forest war ein echtes Hammeralbum. Mit perfekten Songs wie Wooden Pints und dem Instrumental Pellonpekko erhellten sie schon 2003 die Herzen zahlreicher Folk Metal Fans. Doch sie toppten ihr unglaubliches Werk nochmals um Längen mit ihrem neuen bombastischen Output Voice Of Wilderness. Aber was macht dieses Album so besonders? Sind es die Geigen-Soli, die noch häufiger vorkommen als je zuvor oder ist es die erheblich höhere Geschwindigkeit der einzelenen Songs? Ja, verdammt genau das alles macht dieses Album um noch so einiges fetziger als den Vorgänger. Ganz zu schweigen von der viel fetteren Produktion der Scheibe. Der Höhepunkt des Album ist zwar schon die zweite Nummer Journey Man, doch lasst euch davon nicht abschrecken. Die darauffolgenden Songs sind keinesfalls schlechter und kommen wirklich nur knapp nicht an die Perfektion von Journey Man heran. Was darf bei KORPIKLAANI natürlich nicht fehlen? Richtig, ein reichlicher Vorrat an instrumentalen Stücken, wie zum Beispiel die Nummer Pine Woods. Nebst elf hervorragenden Gute-Laune-Songs, ist auch ein Video zum Stück Hunting Song enthalten, das zwar ein bisschen dem vom Debüt Album stammenden Song Wooden Pints ähnelt, aber doch sehenswert ist. Da schon das Debüt Album von mir eine glatte 10 in der Punkteskala bekommen würde, und Voice Of Wilderness sogar noch um einiges besser ist, verweile ich mit den Schlussworten: Kauft dieses Album, sauft Met dazu und ihr werdet nur noch im Wald leben wollen!

Stormlord:
Lasst uns tanzen und die Methörner mit Honigwein füllen, um diese knappe dreiviertel Stunde Folk Metal zu feiern! Es wird gefiedelt und beschwingt aufgespielt, dass jedem Anhänger von Bands wie Finntroll oder Ensiferum das Wikingerherz höher schlagen wird!
Als zusätzlichen Pluspunkt sehe ich die raue und etwas versoffen klingende Stimme von Jonne an, die der Musik noch zusätzliches Flair verleiht, die Stimmbänder erinnern in tiefen Lagen an „härtere“ Sentenced Zeiten. Zumeist kratzig-kehlig gebraucht, wird auch mal geflüstert (im Titelsong Spirit Of The Forest), um weitere Spannung aufzubauen und die schon durchwegs hochinteressanten Kompositionen zusätzlich zu veredeln.
Die Instrumentierung geht weit über die übliche Besetzung Drums, Gitarren und Bass hinaus, des Öfteren bereichern Flöte, Violine, Akkordeon oder Jouhilkko (ein altes finnisches Streichinstrument) das Klangbild in enormem Maße. Das Tempo pendelt zwischen getragenen Teilen und rasanten Abgehparts, die gleichermaßen zu begeistern wissen. Bei den Humppamelodien zuckt das Tanzbein unaufhörlich und bei den mit traditionellen Weisen gespickten Songs fühle ich mich zurückversetzt in die Zeit der Wikinger, als nach einer Schlacht der Sieg mit Met begossen und die Hörner gen Himmel gereckt wurden.
KORPIKLAANI steigen mit Voice Of Wilderness in die erste Liga des Folk Metal auf und haben mit ihrer immensen Frische und Spielfreude das Potential, diesen Platz an der Sonne zu behalten! Prost!