Pedi:
Haltet
die Methörner bereit, denn KOPRIKLAANI
beehren uns zum zweiten Mal mit fetzigem Humppa Folk Metal vom
Feinsten! Das Debüt Album Spirit Of The Forest
war ein echtes Hammeralbum. Mit perfekten Songs wie Wooden
Pints und dem Instrumental Pellonpekko erhellten
sie schon 2003 die Herzen zahlreicher Folk Metal Fans. Doch
sie toppten ihr unglaubliches Werk nochmals um Längen mit
ihrem neuen bombastischen Output Voice Of Wilderness.
Aber was macht dieses Album so besonders? Sind es die Geigen-Soli,
die noch häufiger vorkommen als je zuvor oder ist es die
erheblich höhere Geschwindigkeit der einzelenen Songs?
Ja, verdammt genau das alles macht dieses Album um noch so einiges
fetziger als den Vorgänger. Ganz zu schweigen von der viel
fetteren Produktion der Scheibe. Der Höhepunkt des Album
ist zwar schon die zweite Nummer Journey Man, doch
lasst euch davon nicht abschrecken. Die darauffolgenden Songs
sind keinesfalls schlechter und kommen wirklich nur knapp nicht
an die Perfektion von Journey Man heran. Was darf bei
KORPIKLAANI natürlich nicht fehlen? Richtig,
ein reichlicher Vorrat an instrumentalen Stücken, wie zum
Beispiel die Nummer Pine Woods. Nebst elf hervorragenden
Gute-Laune-Songs, ist auch ein Video zum Stück Hunting
Song enthalten, das zwar ein bisschen dem vom Debüt
Album stammenden Song Wooden Pints ähnelt, aber
doch sehenswert ist. Da schon das Debüt Album von mir eine
glatte 10 in der Punkteskala bekommen würde, und Voice
Of Wilderness sogar noch um einiges besser ist,
verweile ich mit den Schlussworten: Kauft dieses Album, sauft
Met dazu und ihr werdet nur noch im Wald leben wollen!
Stormlord:
Lasst uns tanzen und die Methörner mit Honigwein
füllen, um diese knappe dreiviertel Stunde Folk Metal zu
feiern! Es wird gefiedelt und beschwingt aufgespielt, dass jedem
Anhänger von Bands wie Finntroll oder Ensiferum das Wikingerherz
höher schlagen wird!
Als zusätzlichen Pluspunkt sehe ich die raue und etwas
versoffen klingende Stimme von Jonne an, die der Musik noch
zusätzliches Flair verleiht, die Stimmbänder erinnern
in tiefen Lagen an „härtere“ Sentenced Zeiten.
Zumeist kratzig-kehlig gebraucht, wird auch mal geflüstert
(im Titelsong Spirit Of The Forest), um weitere Spannung
aufzubauen und die schon durchwegs hochinteressanten Kompositionen
zusätzlich zu veredeln.
Die Instrumentierung geht weit über die übliche Besetzung
Drums, Gitarren und Bass hinaus, des Öfteren bereichern
Flöte, Violine, Akkordeon oder Jouhilkko (ein altes finnisches
Streichinstrument) das Klangbild in enormem Maße. Das
Tempo pendelt zwischen getragenen Teilen und rasanten Abgehparts,
die gleichermaßen zu begeistern wissen. Bei den Humppamelodien
zuckt das Tanzbein unaufhörlich und bei den mit traditionellen
Weisen gespickten Songs fühle ich mich zurückversetzt
in die Zeit der Wikinger, als nach einer Schlacht der Sieg mit
Met begossen und die Hörner gen Himmel gereckt wurden.
KORPIKLAANI steigen mit Voice Of Wilderness
in die erste Liga des Folk Metal auf und haben mit ihrer immensen
Frische und Spielfreude das Potential, diesen Platz an der Sonne
zu behalten! Prost!