Ein
Drumcomputer ist was verdammt Feines, wenn ich ne Industrial
Scheibe höre. Beim brutalen Death Metal hatte der für
mich aber noch nie was verloren. Da haben die Drums zu knallen
und zu zerstören, anstatt hohl und emotionslos vor sich
hin zu blasten. Der Grundgedanke mag an sich ok sein, wenn man
als One-Man-Show sämtliche Register bei KOREOPSIS
zieht. Der Mann bei dem die Fäden in den Händen zusammenlaufen
heißt Johannes Real und dieser lässt auf Resin
maximal einen Gastmusiker zu. Bezeichnend das es gerade der
Produzent Dave Snow ist, der vereinzelte Keyboard Parts beisteuern
darf. Dabei würden dem Schweizer Soloprojekt ein paar Ideen
mehr aus anderen Köpfen sicherlich besser zu Gesicht stehen.
6 Jahre nach der ersten MCD Guttural Woods kommt
Resin über gute Ansätze nicht heraus
und kann so nicht in kompletter Länge überzeugen.
Die Ideen spielen sich weitestgehend im technisch brutalen Death
Metal ab. Demzufolge gibt es einen Sack voller Breaks, die die
Blastattacken mit mehr oder weniger interessantem Zwischengeplänkel
ablösen. Weniger interessant sollte hier noch näher
erläutert werden: Auch hier stimmt die Grundidee, dichte
atmosphärische Schwere und vereinzelte Jazz-Anleihen zu
verarbeiten, allerdings bringt das im Gesamtbild Resin
nicht nach vorne. Vielmehr fügen sich diese Elemente passend
in den Allerweltssound ein. Umso angenehmer sind da die genreüblichen
Riffs, die aber leider auch schon zur Genüge die Gehörgänge
dieser Welt passiert haben. Die standardisierten tiefen Vocals
schlagen da in die gleiche Kerbe. So bleibt unterm Strich eine
durchschnittliche KOREOPSIS Veröffentlichung die
zumindest mit der guten Produktion punkten kann. Weitere 6 Jahre
Wartezeit bis zur nächsten MCD lösen keine Schmerzen
aus.