KOREOPSIS – Resin MCD

 
Label: Fastbeast Entertainment
Release: 25.02.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 5/10
Time: 17:18
Stil: Brutal Death Metal
URL: Koreopsis
 
Ein Drumcomputer ist was verdammt Feines, wenn ich ne Industrial Scheibe höre. Beim brutalen Death Metal hatte der für mich aber noch nie was verloren. Da haben die Drums zu knallen und zu zerstören, anstatt hohl und emotionslos vor sich hin zu blasten. Der Grundgedanke mag an sich ok sein, wenn man als One-Man-Show sämtliche Register bei KOREOPSIS zieht. Der Mann bei dem die Fäden in den Händen zusammenlaufen heißt Johannes Real und dieser lässt auf Resin maximal einen Gastmusiker zu. Bezeichnend das es gerade der Produzent Dave Snow ist, der vereinzelte Keyboard Parts beisteuern darf. Dabei würden dem Schweizer Soloprojekt ein paar Ideen mehr aus anderen Köpfen sicherlich besser zu Gesicht stehen. 6 Jahre nach der ersten MCD Guttural Woods kommt Resin über gute Ansätze nicht heraus und kann so nicht in kompletter Länge überzeugen. Die Ideen spielen sich weitestgehend im technisch brutalen Death Metal ab. Demzufolge gibt es einen Sack voller Breaks, die die Blastattacken mit mehr oder weniger interessantem Zwischengeplänkel ablösen. Weniger interessant sollte hier noch näher erläutert werden: Auch hier stimmt die Grundidee, dichte atmosphärische Schwere und vereinzelte Jazz-Anleihen zu verarbeiten, allerdings bringt das im Gesamtbild Resin nicht nach vorne. Vielmehr fügen sich diese Elemente passend in den Allerweltssound ein. Umso angenehmer sind da die genreüblichen Riffs, die aber leider auch schon zur Genüge die Gehörgänge dieser Welt passiert haben. Die standardisierten tiefen Vocals schlagen da in die gleiche Kerbe. So bleibt unterm Strich eine durchschnittliche KOREOPSIS Veröffentlichung die zumindest mit der guten Produktion punkten kann. Weitere 6 Jahre Wartezeit bis zur nächsten MCD lösen keine Schmerzen aus.