Mhm,
noch eine Band die auf den kürzlich von Legion Of The Damned
und den quasi wieder auferstandenen alten Recken von Slayer
wieder ins Rollen gebracht wordenen Thrash Metal Zug aufspringen
wollten. Das oder Ähnliches ist dieser Tage das erste das
man denkt, wenn sich eine junge Band an dieser Musikrichtung
versucht. Aber neben den Klonen oben genannter Bands gibt es
auch immer wieder positive Überraschungen, und KINGDOM
OF SALVATION, 2003 in Leverkusen gegründet, gehören
zweifellos dazu.
Natürlich kann man auch bei ihnen reichlich Zitate aus
den Werken von Slayer (z.B. der Track Misery Broadcast)
oder sogar Iron Maiden (The Flames Of Revenge) und
anderer Achziger-Jahre Größen nebst einigen Anleihen
aus den frühen Tagen des schwedischen Death Metal finden.
Aber obwohl KINGDOM OF SALVATION absolut keinen
Hehl daraus machen, durch wen sie musikalisch beeinflusst worden
sind, finden sich auf Lost In Chaos
auch durchaus einige Beispiele für ziemlich eigenständiges
Songwriting. Und meiner Meinung nach sind die Jungs gerade dann
am besten, wenn sie sich nicht zu stark an ihren großen
Vorbildern orientieren. Als bestes Beispiel dafür mag das
Stück Tyrant Of Terror gelten (kommt übrigens
auch live sehr gut, wie ich mittlerweile zwei Mal feststellen
durfte!) Von langsamen, melodiebetontem Geschraddel mit einem
klasse Riff als Grundthema über einen aggressiven, schnellen
Mittelteil zu einem fast schon atmosphärischem kleinen
Zwischenspiel in dem Spannung aufgebaut wird, bis zurück
zum Ausgangsthema. Schlicht und einfach ein sehr ausgereiftes
Stück.
Also, wer die Musikrichtung mag, sollte auf jeden Fall mal reinhören,
auch wenn nicht jedes Stück etwas Außergewöhnliches
bietet, ist auf Lost In Chaos doch
einiges zu entdecken!