Wahnsinn!
Hätte nicht gedacht, das mich ein Album der Texaner noch
einmal so umhaut, wie dieses neue. Hatte die Band irgendwann
nach Please Come Home, Mr. Bulbous
etwas aus den Augen verloren. Ein Fehler!
Als 1988, also vor 17 Jahren die erste KINGS'X
LP mit den Worten "die Beatles des Metal" beworben
wurde, war ich als alter Beatles Fan natürlich Feuer und
Flamme und neugierig wie das wohl möglich wäre ...
Es war. Kurz darauf konnte ich sie auch Live bewundern und hatte
seither denn Weg des Trios verfolgt, der immer zwischen sehr
sixties-poppigen und retro-lastigen (Ear Candy
oder Faith Hope Love) Platten bis
hin zu den Gitarrenbrechernattackenplatten (Dogman
und Tapehead) hin und her pendelte,
verfolgt.
Das Prädikat
"Beatles des Metal" ist natürlich vollkommen
überholt, ist das einzige Merkmal der mehrstimmige Gesang,
der in seinen Harmonien schon sehr dem der Fab Four ähnelt.
Ansonsten regiert seit ehedem zeitloser Rock, mit leichten Metal
Anleihen, viel Blues und Soul (der Gesang ist in absoluter Höchstform)
etwas Psychedelic und ab und zu sogar verstreuter Jazz.
Die neue
Platte wirkt dazu noch absolut euphorisch, mit der unbändigen
Spielfreude einer naiven Newcomerband gemischt, aber mit dem
songwriterischen Knowhow der zwanzigjährigen Bandgeschichte.
Dazu sind diesmal wirklich eine Reihe hochklassiger Ohrwürmer
am Start, wie z.B. Hurricane, oder das verspielte Bebop.
Diesmal liegen KINGS'X wirklich genau zwischen
den harten groovigen Rocksongs und dem poppigen Sixties Touch
und haben damit alle ihre Stärken auf ein Album gebannt.
Empfehlenswert
und wirklich einzigartig, weil völlig an allen aktuellen
Trends vorbei. Toll! Sollte man nebenbei auch Live sehen. Volle
Punktzahl!