Ein
Jahr nach Abigail 2 schlägt KING
DIAMOND zurück mit einem weiteren Album. Da das
keine sehr lange Zeit ist, ist man geneigt, seine neue Veröffentlichung
für ein Filler-Album mit vielen langweiligen Stücken
und miesem Artwork zu halten – aber lasst uns diese Vorurteile
über Bord werfen! In Wirklichkeit ist das einzige, was schlechter
als bei Abigail 2 ist, das Artwork (und
das ist nicht einmal richtig schlecht). Ehrlich gesagt hat KING
DIAMOND uns mit The Puppet Master
einen wahren Diamanten klassischen Heavy Metals geliefert, der
stark an die alten Mercyful Fate Tage erinnert. Das Album beginnt
mit dem brillanten Opener Midnight und startet dann direkt
durch mit The Puppet Master, dem Titelsong mit abgedrehten
Riffs und faszinierenden (und langen!) Gitarrensoli. Direkt danach
werdet ihr Magic hören, den wohl eingängigsten
und melodischsten, aber dennoch exzellent geschriebenen Song,
den King je gemacht hat, und auf dem er (in einer weniger nervigen
Weise als üblich) von einer weiblichen Sängerin namens
Livia Zita unterstützt wird. Andere gute Songs umfassen Emerencia
(„Where are you going with that knife?!“), Christmas
und natürlich dem Nackenbrecher Blood To Walk. Es
gibt KEINEN einzigen Lückenbüßer auf der Scheibe!
King präsentiert uns eine Geschichte in seinem üblichen
„old-shool“ Horror-Stil, bereichert um einige theatralische
Einlagen, und zieht damit sicherlich die Aufmerksamkeit einiger
neuer Fans auf sich. Mike Wead und Andy LaRoque an den Gitarren
sind auf der Höhe ihrer Fähigkeit, und ich habe selten
von einem Album gehört, welches gleichzeitig so kreativ und
motivierend rüberkommt, obwohl es eigentlich ein wenig „back
to the roots“ geht. Im Moment höre ich es jeden Tag,
oft zweimal, und jedes Mal mag ich es ein wenig mehr. Nein, ich
schreibe darüber jetzt nicht mehr, nur eine Sache: Es wurde
immer gesagt, dass KING DIAMOND den Qualitätslevel
von Abigail (Teil 1) nie mehr erreichen
würde. Jetzt wissen wir, dass es doch geht! Dies ist ein
großes Werk, Leute, und ich bin verdammt sicher, dass wir
von diesem Album auch in 20 Jahren noch reden und es „King’s
Meisterwerk“ nennen werden. Der alte Mann aus Texas tritt
Arsch und zeigt allen Möchtegern-Power-Metal-Mitsing-Bands
(mit oder ohne ihren „New Metal Einflüssen“),
wie man exzellente Musikalität mit Individualität und
(das wichtigste von allem) einem niveauvollen Stil kombiniert!
Und jetzt erhebe ich mich um einigen der feinsten Metal-Recken
da draußen zu huldigen und grüße euch, Kim Bendix
„KING DIAMOND“ Petersen und Band!
Ich hoffe, ihr macht für immer so weiter! Man sieht sich
auf der nächsten Tour! (Auf jeden Fall!) |