KILROY! – Introducing: KILROY

 
Label: Freak Me Out Frank
Release: 23.05.2008
Von: Joking
Punkte: 7/10
Time: 33:33
Stil: Surf’s Up The Garage
URL: Kilroy!
 
Schweineorgel, kurz angerissene Wah-Wah Gitarren, holperiges aber vorantreibendes Drumming – welcome back in the Sixties, man. Was sind schon 40 Jahre im Leben eines Zockers? Gib’ KILROY!s Debüt drauf und sie vergehen wie im Flug. Rückwärts. 12 Stücke in 33 Minuten , das klingt nach Punk, was irgendwie hinhaut, wenn auch in der Frühform aus einer Garage in den amerikanischen Suburbs Wer angesichts der Orgel Doors schreit, hat nicht aufgepasst; hier sind die Seeds angesagt (unter Vermeidung der Longtracks), bevorzugt bei einer Session mit den Beach Boys auf Speed. Die B52’s waren bereits Ende der Siebziger wesentlich innovativer bei der Verwendung ähnlicher Stilmittel, warum also zaubert dieses Album trotz aller Rückwärtsgewandtheit ein permanentes Grinsen auf’s Gesicht? Weil es unbeschwert und wild ist, scheinbar unbelastet von irgendeinem Gedanken an die Bürden der Vergangenheit. Hier wird drauflos gespielt ohne einen Blick in den Kalender zu werfen, manches klingt vielleicht ein wenig überholt, aber ein Song wie The Ballade [!] Of Johnny Cool-Guy & The Chainsaw Girl hat tatsächlich das Zeug zum Klassiker. Zumindest auf Retro-Parties. Macht einfach Spaß. Es ist die perfekte Assimilation, als solche aber außerordentlich gelungen. Und jetzt, zum Schluss, doch noch die Doors: „Take it easy baby, take it as it comes“ – genauso sollte man an Introducing: KILROY herangehen. Ein bisschen Wehmut im Herzen, ein wenig Tanzlust im Körper und ein Haufen Nostalgie in vibrierenden Musikboxen. Dann klappt’s auch mit KILROY! Surf’s Up And Away...
PS.: Erwähnte ich eigentlich, dass die junge Band aus Schweden kommt? Kein Respekt vor den Ahnen. Und das ist auch gut so.