KILLSWITCH ENGAGE – The End of Heartache
 
Label: Roadrunner Records
Release: 10.05.2004
Von: Medion
Punkte: 8/10
Time: 42:35
Stil: Nu Thrash
URL: Killswitch Engage
 
Amerika's schwedischste Band ist zurück. Nach ihrem 2002er Durchbruchalbum Alive Or Just Breathing, meldet sich das Quintett nun mit The End Of Heartache. Augenscheinlichstes Merkmal: Howard Jones, der als neuer Sänger der Band neues Leben einhaucht und seinen Job meiner Meinung nach um Häuser besser macht als sein Vorgänger. Konnten mich KILLSWITCH insbesondere aufgrund der unpassenden Shouts und Growls bislang nur begrenzt begeistern, macht Jones mit seinem Debut einen tollen Eindruck, da er die gesamte, bei KILLSWITCH geforderte Bandbreite an Vocals gekonnt abdecken kann. Mit A Bid Farewell beginnen die Amis auch gleich dort, wo sie mit dem letzten Album aufgehört haben. Moderner, melodischer Thrash, der bisweilen doch schon eine starke Schlagseite in Richtung Schweden-Death hat, gepaart mit guten Leads und einem coolen Refrain. Auffallend ist vor allem, dass die Band diesmal eindeutig ausgereifteres Songwriting an den Tag legt, welches beim Vorgänger teilweise doch noch etwas zerstückelt wirkte. Und so geht's weiter mit Songperlen wie When Darkness Falls (mein Favorit), Rose Of Sharyn oder World Ablaze. Die Akustikgitarren wurden stark in den Hintergrund gedrängt und sind in Form von zwei kurzen Instrumentals (Inhale, Wasted Sacrifice) anzutreffen. Leider schaffen es KILLSWITCH aber nicht, auf Dauer genügend Abwechslung in ihre Songs zu bringen, wodurch sich The End Of Heartache mit der Zeit etwas totläuft. Zu festgefahren scheinen mir da ihre Songstrukturen zu sein, zu wenig scheint die Band von ihrem Stil abweichen zu wollen.
Alles in Allem bleibt das Album aber nichtsdestotrotz ein empfehlenswerter Release für Fans modernen Metals im Stile von Soilwork oder In Flames. Der Wahnsinns-Sound (erinnert an Chimaira) trägt sein übriges zu einem (fast) rundum gelungenen Release bei...