Duncan,
seineszeichen einziges wirkliches Mitglied des Soloprojekts
KEY OF MYTHRAS ist kein unbeschriebenes Blatt
in der Szene, so war er früher Sänger der österreichischen
Black Metal Formation Sanguis. Nachdem er die Band verlassen
musste beschloss er seinen eigenen Weg zu gehen und mit Demonspeed
Metalstorm das Debüt für sein Projekt
KEY OF MYTHRAS zu schaffen. Nachdem mit Pulsar
Light Records auch ziemlich rasch ein Label gefunden wurde,
war es nun an der Zeit das Werk in alle Welt zu verbreiten.
Nach dem
Intro – einem bombastisches Keyboardstück, das von
Darkfall-Keyboarderin Julia eingespielt wurde – beginnt
dann auch das Massaker in guter alter dreckiger Manier. Dazu
gehört auch der entsprechende Sound, der bewusst schmutzig,
aber doch sehr druckvoll ist. Positiv ist natürlich auch,
dass, im Gegensatz zu anderen Soloprojekten, ein Drummer aus
Fleisch und Blut am Werke ist - hier hat der ehemalige Bandkollege
Svart von Sanguis ausgeholfen – denn ich habe es nicht
nur einmal erlebt, dass ein mies programmierter Drumcomputer
das gesamte Album versaut hat. Tempomäßig ist man
eher flott unterwegs, ohne aber das Schlagzeug und die Geschwindigkeit
in den Vordergrund zu drängen, wie es ja heutzutage desöfteren
der Fall ist – hier dominieren eher die Gitarren und Melodien.
Relativ viel Zeit dürfte Duncan auch mit den Texten verbracht
haben, die allesamt lang sind und teilweise Geschichten erzählen
– so dreht sich z.B. Necrotica um den Mord an
einem Mädchen, das später nie gefunden wird –
im Gegensatz dazu steht der Abschlußtrack Night Of
Metal Maniacs, bei dem es ganz klischeehaft um die wichtigen
Dinge des Metals geht: Saufen, Fortgehen und Discobesucher verprügeln.
Das Artwork wurde von niemand geringerem als Malfeitor Fabban
von Aborym gestaltet. Insgesamt ein gute gelungenes Album, das
mir auch besser gefällt als Sanguis, da es frisch und eigen
wirkt – mal sehen, was Duncan uns in Zukunft zu bieten
hat.