KEY OF MYTHRAS – Demonspeed Metalstorm
 
Label: Pulsar Lights Records
Release: 13. 11. 2003
Von: Dunja
Punkte: 8
Time: 31:02
Stil: Black Metal
URL: Key Of Mythras
 

Duncan, seineszeichen einziges wirkliches Mitglied des Soloprojekts KEY OF MYTHRAS ist kein unbeschriebenes Blatt in der Szene, so war er früher Sänger der österreichischen Black Metal Formation Sanguis. Nachdem er die Band verlassen musste beschloss er seinen eigenen Weg zu gehen und mit Demonspeed Metalstorm das Debüt für sein Projekt KEY OF MYTHRAS zu schaffen. Nachdem mit Pulsar Light Records auch ziemlich rasch ein Label gefunden wurde, war es nun an der Zeit das Werk in alle Welt zu verbreiten.

Nach dem Intro – einem bombastisches Keyboardstück, das von Darkfall-Keyboarderin Julia eingespielt wurde – beginnt dann auch das Massaker in guter alter dreckiger Manier. Dazu gehört auch der entsprechende Sound, der bewusst schmutzig, aber doch sehr druckvoll ist. Positiv ist natürlich auch, dass, im Gegensatz zu anderen Soloprojekten, ein Drummer aus Fleisch und Blut am Werke ist - hier hat der ehemalige Bandkollege Svart von Sanguis ausgeholfen – denn ich habe es nicht nur einmal erlebt, dass ein mies programmierter Drumcomputer das gesamte Album versaut hat. Tempomäßig ist man eher flott unterwegs, ohne aber das Schlagzeug und die Geschwindigkeit in den Vordergrund zu drängen, wie es ja heutzutage desöfteren der Fall ist – hier dominieren eher die Gitarren und Melodien. Relativ viel Zeit dürfte Duncan auch mit den Texten verbracht haben, die allesamt lang sind und teilweise Geschichten erzählen – so dreht sich z.B. Necrotica um den Mord an einem Mädchen, das später nie gefunden wird – im Gegensatz dazu steht der Abschlußtrack Night Of Metal Maniacs, bei dem es ganz klischeehaft um die wichtigen Dinge des Metals geht: Saufen, Fortgehen und Discobesucher verprügeln. Das Artwork wurde von niemand geringerem als Malfeitor Fabban von Aborym gestaltet. Insgesamt ein gute gelungenes Album, das mir auch besser gefällt als Sanguis, da es frisch und eigen wirkt – mal sehen, was Duncan uns in Zukunft zu bieten hat.