KAMINARI – Faraday’s Daydream
 
Label: Prevision Music
Release: 13.09.2004
Von: Dajana
Punkte: 7
Time: 43:45
Stil: Heavy Metal
URL: Kaminari
 

Vor Genuss dieser Scheibe erst mal den Volume Regler auf 12 drehen! Faraday’s Daydream muss man laut hören! Wie überhaupt alle Hard Rock(-lastigen) Scheiben ... ;)
Die erste Langrille der Süddeutschen versprüht schon mit dem Opener Vampire Vanity diesen unverkennbaren 80iger Charme und einen Gitarrensound, wie man ihn von Priest oder Maiden her kennt. KAMINARI setzen sich musikalisch genau in die Schnittmenge von klassischen 80iger-lastigem Metal (NWOBHM) und Hard Rock, ohne sich jedoch genau festlegen zu wollen. Meistens geht man direkt und ziemlich druckvoll nach vorne los (Night Without Dawn, Philip Marlow), lässt es aber auch mal ruhiger mit der akustischen Ballade Halfway To Heaven oder dem schweren My Black Colors angehen (das es auch noch als Bonus in der Radio Edit gibt). Selbst die Produktion wurde dem 80iger Sound angepasst, ohne wirklich verstaubt oder antiquiert zu wirken.
Allerdings hat die Sache – bei aller Liebe und Nostalgie zu den 80igern – einen Haken: denn die Songs auf Faraday’s Daydream bieten kaum Überraschungen. Das hat mal alles schon mal gehört. Die Riffs sind bekannt, die Texte einprägsam und mitsingtauglich, die Songs vorhersehbar. Und spätestens nach dem dritten Durchlauf schalten die Ohren schon mal auf Durchzug. Darüber hinaus ist Faraday’s Daydream kein Album mit ausschließlich neuen Tracks, denn hier findet man auch alle Stücke der selbstbetitelten Debüt EP aus 2002 wieder.
Fazit: Das Album ist nicht von schlechten Eltern und der Sound macht ungemein Laune. Jetzt ist es an der Zeit, sich eine eigene Identität zu erspielen!