KALMAH – For The Revolution

 
Label: Spikefarm Records
Release: 30.05.2008
Von: Stormlord
Punkte: 8.5/10
Time: 43:57
Stil: Melodic Death Metal
URL: Kalmah
 
Wie auch auf den bisherigen vier Veröffentlichungen lassen es KALMAH wieder mächtig krachen und zünden ein Feuerwerk aus melodischen Riffs, Dampfhammersound und eingängigen Refrains.
So bleibt denn auch schon das eröffnende Titellied For The Revolution unweigerlich im Ohr hängen und spätestens beim zweiten Chorus reckt jeder Metalfan seine Faust gen Himmel und skandiert den eindringlichen Mitsingteil. Wie immer zaubern Antti und Pekka Kokko fantastische Gitarrenmelodien in jeden Song, die beiden sind die treibende Kraft hinter KALMAH. Apropos treibend: dieses Attribut schreibe ich natürlich auch den leichtfüßigen Drums zu, die dem Material einen kräftigen Schub nach vorne verpassen. Nachdem der erste Kracher über mich hinweggefegt ist, lässt es die Band danach mit Keyboarduntermalung etwas ruhiger, ja zwischendurch fast besinnlich angehen. Aber keine Sorge, schneidende Riffs und die rauen, jedoch nicht übermäßig brutalen Gesänge halten auch bei Dead Man’s Shadow das Aggressionslevel angenehm hoch. Ein typischer Mitgrölrefrain schmückt hernach Holy Symphony Of War, bevor Wings Of Blackening in seiner intensiven Machart eingängige Rhythmen mit pfeilschnellen Soli kreuzt, aber einen sensationellen Chorus vermissen lässt, wohl aber einprägsame Hymnengitarrenklänge zuhauf offeriert. Endlich (möchte ich fast seufzen), fahren KALMAH dann die Geschwindigkeit zurück, lassen den nahezu vom Tempo überforderten Hörer zu Beginn von Ready For Salvation Luft holen und verleihen dem Spannungsverlauf ihrer CD so eine weitere Facette zur Steigerung der Dynamik. An siebenter Stelle vollführen die Finnen dann das Meisterstück ihrer Komponierkunst, denn Outremer bietet ein Gitarrenriff für die Ewigkeit! Dieses Lied ist eine Hymne vor dem Herrn und wird jeden Liebhaber zackiger, in Melodien getränkter Gourmetmusik mit der Zunge schnalzen und dem Genick knacken lassen! Dagegen verlieren die letzten beiden Stücke Coward und Like A Slave (die Gitarren sägen ohne Ende!) ein bisschen an Farbe, ohne die zwei sehr coolen Songs in ein schlechtes Licht rücken zu wollen.
Abgerundet wird For The Revolution von einem kraftvollen Sound, der alle Nuancen von KALMAH bestens und transparent zur Geltung bringt. Auch das Cover mit seiner für die Band ungewöhnlichen Farbgebung weiß zu gefallen. Melodien, Intensität und vor allem Metal im Übermaß – KALMAH blasen zum Sturm! Und nicht vergessen: unbedingt den Oberhammer Outremer antesten!!!!