Wie
auch auf den bisherigen vier Veröffentlichungen lassen
es KALMAH wieder mächtig krachen und zünden
ein Feuerwerk aus melodischen Riffs, Dampfhammersound und eingängigen
Refrains.
So bleibt denn auch schon das eröffnende Titellied For
The Revolution unweigerlich im Ohr hängen und spätestens
beim zweiten Chorus reckt jeder Metalfan seine Faust gen Himmel
und skandiert den eindringlichen Mitsingteil. Wie immer zaubern
Antti und Pekka Kokko fantastische Gitarrenmelodien in jeden
Song, die beiden sind die treibende Kraft hinter KALMAH.
Apropos treibend: dieses Attribut schreibe ich natürlich
auch den leichtfüßigen Drums zu, die dem Material
einen kräftigen Schub nach vorne verpassen. Nachdem der
erste Kracher über mich hinweggefegt ist, lässt es
die Band danach mit Keyboarduntermalung etwas ruhiger, ja zwischendurch
fast besinnlich angehen. Aber keine Sorge, schneidende Riffs
und die rauen, jedoch nicht übermäßig brutalen
Gesänge halten auch bei Dead Man’s Shadow
das Aggressionslevel angenehm hoch. Ein typischer Mitgrölrefrain
schmückt hernach Holy Symphony Of War, bevor Wings
Of Blackening in seiner intensiven Machart eingängige
Rhythmen mit pfeilschnellen Soli kreuzt, aber einen sensationellen
Chorus vermissen lässt, wohl aber einprägsame Hymnengitarrenklänge
zuhauf offeriert. Endlich (möchte ich fast seufzen), fahren
KALMAH dann die Geschwindigkeit zurück, lassen den
nahezu vom Tempo überforderten Hörer zu Beginn von
Ready For Salvation Luft holen und verleihen dem Spannungsverlauf
ihrer CD so eine weitere Facette zur Steigerung der Dynamik.
An siebenter Stelle vollführen die Finnen dann das Meisterstück
ihrer Komponierkunst, denn Outremer bietet ein Gitarrenriff
für die Ewigkeit! Dieses Lied ist eine Hymne vor dem Herrn
und wird jeden Liebhaber zackiger, in Melodien getränkter
Gourmetmusik mit der Zunge schnalzen und dem Genick knacken
lassen! Dagegen verlieren die letzten beiden Stücke Coward
und Like A Slave (die Gitarren sägen ohne Ende!)
ein bisschen an Farbe, ohne die zwei sehr coolen Songs in ein
schlechtes Licht rücken zu wollen.
Abgerundet wird For The Revolution von einem kraftvollen
Sound, der alle Nuancen von KALMAH bestens und transparent
zur Geltung bringt. Auch das Cover mit seiner für die Band
ungewöhnlichen Farbgebung weiß zu gefallen. Melodien,
Intensität und vor allem Metal im Übermaß –
KALMAH blasen zum Sturm! Und nicht vergessen: unbedingt
den Oberhammer Outremer antesten!!!!