30 Jahre
im Geschäft, eine 20-jährige Pause und nun der sechste
Release (und der dritte nach der Pause). Ziemlich interessant,
die Geschichte von KAIPA, der schwedischen
Band, die mir bislang nur durch ihre Verbindung mit einem anderen
Prog-Act bekannt war: Ritual. Patrick Lundström, der Sänger,
macht einen großartigen Job in beiden Bands und auch das
restliche Ergebnis ist gar nicht mal so unähnlich. Während
die moderneren Ritual vermehrt Folklore-Sounds in ihre Musik
haben, ist KAIPA epischer und mehr 70's-Style
und bietet außerdem tollen weiblichen Gesang. Mindrevolutions
startet ziemlich ruhig mit einer Menge Akustik-Gitarren, die
Dynamik entwickelt sich eher gemächlich. Trotzdem werden
die Songs mit der Zeit sehr groovig, gelegentlich streut man
funkige Teile ein, einige sehr coole Vocal-Arrangements und
lässt außerdem ausreichend Platz für kurze Instrumental-Einschübe.
Highlight der CD stellt vor allem das epische Titellied dar,
das in nur drei Tagen entstanden ist, aber die musikalischen
Fähigkeiten der schwedischen Band eindrucksvoll unter Beweis
stellt. Wahnsinn. Ein weiterer kleiner, feiner Track ist dann
Our Deepest Inner Shore, das den Hörer dahin schmelzen
lässt. Mindrevolutions mag nicht
der beste und modernste Prog-Rock sein, aber zeigt, wie 70's-Musik
im neuen Millennium klingen kann. Kauf empfohlen!