JUNIUS…
waren mir bis vor kurzem noch völlig unbekannt. Erst mit
ihrem Support für God Is An Astronaut kreuzten sie meinen
Horizont und zogen mich völlig in ihren Bann.
Kurzum, das Debüt Album The Martyrdom Of A Catastrophist
musste her und läuft seitdem in permanenter Rotation.
Stilistisch lassen sich JUNIUS schwer fassen. Post Rock
passt in diesem Segment zwar immer, ist aber auch ein dehnbarer
Begriff. Art Rock oder Indie Rock passen ebenso gut. Progressive
Einsprengsel sind zu finden, auch Dark Wave, was insbesondere
an der Stimme von Joseph E. Martinez liegt, die zuweilen in
Richtung Robert Smith tendiert.
Inhaltlich beschäftigt man sich mit den Ansichten des Immanuel
Velikovsky, dessen Zitate meist in den Zwischenspielen narrativ
wiedergegeben werden.
JUNIUS schaffen es nach nur zwei EPs (Blood Is
Bright, Forcing Out The Silence) ihre Stärken zu
bündeln und erschaffen auf The Martyrdom Of A Catastrophist
sich episch auftürmende, unglaublich schöne wie facettenreiche
aber nie vertrackten Klanglandschaften mit kurzen Zwischenspielen,
und einer Melancholie, die eine Achterbahn der Gefühle
auslöst. Und jeden Millimeter dieser Reise erlebt man mit
einer Intensität und emotionalen Wucht, das es einem den
Atem nimmt. Ein unglaublich schönes Album!