JACK SLATER – Blut/Macht/Frei

 
Label: War Anthem Records
Release: 14.03.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 6/10
Time: 49:51
Stil: Brutal Death Metal
URL: Jack Slater
 
Wenn ich diese Review genauso schreiben sollte wie JACK SLATER ihren brutalen, technischen Death Metal zocken, dann sollte ich alle Buchstaben in einen Topf werfen, kräftig umrühren und diese dann in einer beliebigen Reihenfolge meiner Wahl zusammenfügen. Das wird für die Rechtschreibprüfung genauso schwierig wie sich Blut/Macht/Frei reinzupfeifen. Technischer Death Metal schön und gut, aber mein Kurzzeitgedächtnis will doch ab und gerne mit diversen wiederkehrenden Klangorgien gefüttert werden. Und das ist, leider, nur zu selten auf dem dritten full-length Release nach mittlerweile 13 Jahren der Fall. Ich sage bewusst leider, denn von den gefühlten 1000 Ideen gibt es wirklich gute wie bspw. in Amnestia. In diesem für JACK SLATER eher untypischen Song wird ein und dieselbe Idee öfter aufgegriffen, auch wenn es sich hierbei eher um Groove im Metzelgewand handelt. Die vernichtende Abrissbirne Rost mit einigen geilen treibenden, straighten Passagen und Blastbeats kann auch dem leider zugeordnet werden. Der Song mit seinen 8 Minuten ballert gut nach vorne weg und ist noch nachvollziehbar gestaltet. Bei manch anderem Song hab ich allerdings das Gefühl das JACK SLATER noch Stunden einen Song weiterspielen könnten, ohne dabei zum Ende zu kommen oder aber überhaupt ein Ziel vor Augen zu haben. Die Gitarren schießen sich in etlichen abgefahrenen Läufen durch Blut/Macht/Frei, viele Ideen scheinen aneinandergereiht, und genau das macht die Songs sperrig. Die aus vier Stichen bestehende Narbe mit einer Gesamtlaufzeit von 22 Minuten schlägt da richtig schön in die Kerbe. Und irgendwie ist es bezeichnend, das mittendrin ein Saxophon seinen Einsatz findet. Auch eine Idee von vielen… Sänger Horn bleibt aber wenigstens seinen deutschen Lyrics treu. Auch wenn die Jungs spielerisch absolut fit sind und die Produktion gut knallt, das Füllhorn sollte künftig nicht mehr ganz so weit geöffnet werden. Fazit: JACK SLATER kann man mögen – solltet ihr zu der Musik keinen Zugang finden, dann entschädigt euch die Band vielleicht noch mal mit einer eBay Rent-A-Band Auktion ;-)