JACK BLADES – s/t
 
Label: Frontiers Records
Release: 23.02.2004
Von: Ole
Punkte: 8,5
Time: 45:18
Stil: Melodic Rock
URL: Jack Blades
 
JACK BLADES‘ Gästeliste liest sich wie das „Who Is Who“ des amerikanischen Radio-Rocks der 80er Jahre: Tommy Shaw von Styx zupfte die Gitarre, ebenso wie Neal Schon von Journey und Michael Lardie von Great White. Wen wundert’s, schließlich ist BLADES ist als Sänger der Damn Yankees selbst kein unbeschriebenes Blatt.
Dementsprechend strotzt sein selbstbetiteltes Solo-Debüt nur so vor erdigen Gitarren-Akkorden. Gut, die Anfangsakkorde des Openers Sea Of Emotions muten schon ein bißchen an wie ein Remake von Brian Adams‘ Run To You und auch die Ballade Alone Tonight erweckt den Eindruck, der gute Jack wollte es auf Teufel komm raus mit dem verblassten Ruhm des Kanadiers hinterher ziehen. Doch zum Glück zerstreut sich dieser Eindruck oft genug spätestens zum Refrain, in dem die solide Rock-Basis durch dichte Background-Vocals aus den Höhen gestützt wird. Als Soundtrack für einen relaxten Sonntagnachmittag sei an dieser Stelle Sometimes You Gotta Have Faith empfohlen. Launig säuselt sich BLADES durch die Strophen, um im Refrain – durch druckvolle Harmonien und Background unterstützt – und schon fast unverschämt positiv sein I Believe In Love unaufdringlich in den Raum zu stellen.
Wenn auch weniger aufmunternd, so sollte auch das letzte Stück Nature’s Way so manchen Fuß zum Wippen bringen. In Tracks wie Who You Want To Be, Someday oder Breaking It Down offenbart BLADES sein scheinbares Faible für Country-orientierten Rock im Stile eines Tom Petty oder auch George Harrison. Einen Schritt in die Retro-Rock-Ecke unternimmt er hingegen mit dem knackigen Riff in Top Of The World – Led Zeppelin lässt grüßen...
Alles in allem ein sehr entspanntes Rock-Album, das einmal mehr BLADES‘ songwriterisches Talent und Gespür für groovige Strukturen unter Beweis stellt.