Selten
treffen Alben so genau meinen Geschmack wie eben Bliss
Of Solitude der schwedischen Doom Band ISOLE.
Hier passt einfach alles: die Melancholie, einschmeichelnde
Melodien, teils choralartige, teils anklagende, immer wundervoll
ausgearbeitete Gänsehautgesangslinien und nicht zuletzt
eine gehörige Portion Metal!!! Den Gesang teilen sich die
beiden Gitarristen Daniel und Crister, die beide über hervorragende
Organe verfügen. Hinzu kommen die perfekt dosiert eingesetzten
Doublebassattacken von Drummer Jonas, die wie Hammerschläge
ins schwarze Herz jedes Doom Metal Fanatikers treffen sollten.
Eindrucksvoll etwa das leise beginnende, sich sanft steigernde
Imprisoned By Sorrow. in der Mitte des Liedes wird die
Geschwindigkeit bis auf den Nullpunkt zurückgefahren, die
Stimme leicht verzerrt, bevor gewaltige Trommelschläge
die Stille beenden und das Stimmungsruder abrupt herumreißen
und auf eine der geliebten Doublebasseinsätze vorbereiten
ISOLE jonglieren meisterlich mit fließenden Übergängen
von todtrauriger Schwere über mittelschnelle Düsternis
bis hin zu heftigen Elementen. Herrliche Akustikgitarreneinsprengsel
verpassen den Kompositionen noch zusätzliche Schönheit.
Weiters lässt mich etwa der Refrain von Aska dahin
schmelzen, bevor mich das abwechslungsreiche Dying ob
dessen Erhabenheit und gleichzeitiger Härte endgültig
zum ISOLE-Jünger macht.
Als Sahnehäubchen wurde Bliss Of Solitude
in ein erdiges Soundgewand gehüllt, das transparent und
schön vom Bass dominiert mein Ohr erfreut. Da hat die Band
im eigenen Aufnahmetempel, dem Apokalypse Studio, allerbeste
Arbeit geleistet.
ISOLE begeistern mich in ähnlicher Manier wie im
Vorjahr die grandiosen Funeral mit ihrem Fabelwerk From These
Wounds – 2008 fängt für Liebhaber der Langsamkeit
schon mal hervorragend an!!!