Wird
mit I-REMAIN die Metalcore-Szene revolutioniert?
Natürlich nicht – und jetzt kommt auch schon das
„aber“: Das, was die Briten hier auf ihrem Debüt
präsentieren ist hörenswerter, anständiger Metalcore
den es schon etliche Male schlechter gab. Vielleicht liegt es
daran das die Jungs aus Stockport schon seit 2003 zusammen zocken.
Ursprünglich gegründet um geile Jam Sessions zu haben,
wurde die Rechnung ohne die Fans gemacht. Die immer stärker
werdende Fanbase hat dafür gesorgt, dass I-REMAIN
dem ganzen „Seriosität“ verliehen und nun ihren
ersten Longplayer Brutality Of Terror
von der Leine lassen. In den 4 Jahren dazwischen gab’s
der Vollständigkeit halber ein Demo, das u.a. im Metal
Hammer mit 9/10 Punkten Demo des Monats 11/2004 wurde. Doch
zurück zur Scheibe: ihre Stärken haben I-REMAIN
ganz klar in den aggressiv, brutalen Parts. Hört euch die
ersten drei Songs an und ihr wisst was ich meine. Ab 2nd
Method Of Death wird man dann etwas experimenteller und
schaut über den Metalcore-Tellerrand hinaus: Man baut Melodien
ein, wird Nu-School lastiger, lässt der Technik mehr freien
Lauf. Zum Glück verliert man die Aggressivität nie
ganz aus den Augen. So ist es auch nur logisch, dass die Turntables
und Samples von Bandmember Mr. H nur sporadisch eingesetzt werden.
Solltet ihr im Zusammenhang mit Brutality Of Terror
auf Vergleiche wie Slayer und Slipknot stoßen, ziehen
die nur bedingt. Letztere können sicherlich hier und da
Pate gestanden habe, Slayer ist aber bis auf ein Riff in Incenerator
überzogen. Mir gefallen Vergleiche zu den Metalcore-Szenegrößen
besser. Nichtsdestotrotz lädt Brutality Of
Terror mit seinem fetten Sound zum ordentlichen
Pit mit einer Menge Schweiß ein. Auch wenn die Brutalität
des realen Terrors mit dieser Scheibe nicht erreicht wird: Gut
verdiente 7 Punkte.