Heidewitska
Herr Kapitän! Was mir hier wieder zuteil geworden ist, finde
ich schwer in Worte zu fassen! Im Land der tausend Seen rumort
es wieder einmal gewaltig! Nicht nur bekannte Bands wie Amorphis
oder Children Of Bodom lassen die Seen heiß überbrodeln,
nein, nun kriecht eine weitere Band ans Ufer und zwar gewaltig
wie ein Sturm! INSOMNIUM melden sich mit ihren
zweiten Album zurück und dies laut, melodisch und stimmgewaltig!
Gegründet wurde die Band 1997 in einem stillen Ort namens
Joensuu (klar wo auch sonst) in Finnland! Nach zwei Jahren intensiver
Probe folgten 2 Demos, woraufhin schließlich 2002 das erste
Album In The Halls Of Awaiting das Licht
des Tages erblickte. Und dieses Teil schlug ein wie eine Bombe!
Und zwar auch bei mir in meiner Anlage! Stunde um Stunde lief
das Album und meine Nachbarn konnten dann irgendwann schon die
Texte Mitgrölen! Nachdem meine Begeisterung dann ein wenig
abgeklungen war, so nach 2-3 Monaten fragten sie mich wann ich
endlich wieder INSOMNIUM auflegen würde,
da sie nicht mehr schlafen könnten! Diesen Gefallen tue ich
ihnen ja nun mit dem neuen Album Since The Day It
All Came Down!
Mit dem Intro Nocturne beginnt die CD eher sanft, aber
schon nach kurzer Zeit holen die Jungs den Knüppel aus dem
Sack und dann geht's richtig los! Niilo Sevänen (vocals &
bass), Ville Friman (guitars), Markus Hirvonen (drums) und Ville
Vänni (guitars) lege sich so dermaßen ins Zeug, dass
einem das Herz ganz weich wird und die eine oder andere Erregungsträne
über die Wange rollt! Was soll man da großartig noch
zur Musik sagen! Es ist halt der typisch geliebte, verehrte, erhoffte,
nachgefragte, herbeigesehnte Schwedentod! Und das ohne Kompromisse!
Unzählige Melodien wechseln sich gegenseitig ab! Mal seicht,
dann wieder brutal. Mal akustisch und plötzlich schrotet
die E-Gitarre wieder los! Niilo lässt seine zarte Deathstimme
über die CD flattern, die stark und ausdrucksvoll herüber
kommt! Man hört, das die Band hinter dem steht was sie machen!
Ein Lied ist hier geiler als das andere und ich muss sagen die
ganze Scheibe ist der Oberhammer. Nicht ein einziger Durchhänger
auf der ganzen CD. Keine einzige Schwäche ist hier erkennbar
und es ist schwer zu sagen, welcher Song mir hier am besten gefällt!
Ob es nun Daugther Of The Moon, Resonance oder
Closing Words ist, alle sind einfach nur geil! Kein Lied
gleicht dem anderen und doch vereinen sich alle in einem Album,
das an Kraft, Druck, Stärke und Melodien momentan wieder
einmal seines gleichen sucht aber nicht findet!
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