Eine äußerst
kurzweilige und interessante CD ist mir da mit Never
2L84H8 (nettes Wortspiel) von INSANIA
auf den Schreibtisch geflattert. Vor allem deswegen, da man
bei jeden Durchhören immer wieder was neues entdecken kann,
was man vorher irgendwie verpasst hat (der Abspann ist cool).
Diese immer neuen Facetten an der CD macht die Musik nur interessanter.
Den Anfang macht The Spirit Is Gone, wo anfangs der
Gesang etwas komisch wirkt, da er etwas holprig geworden ist.
Das gilt allerdings nur für manche Strophen, da dort unbedingt
Namensfragmente bekannter Power Metal Bands und Alben verwurstet
werden. Eine coole Verneigung vor seinen Vorbildern, wie man
sie bei manchen Thrashbands schon finden konnte. Das nachfolgende
Instrumental Once United...Twice Divided ist ein knackiges
Stück Power Metals, welches um ein Sample aus Airheads
herum gewoben wurde. Set Them Free 2002 geht sofort
nach vorne los und ist ein recht hartes Stück geworden,
wodurch die gesammte CD noch abwechslungsreicher wirkt. Trash
schlägt danach in die selbe Kerbe und wartet sogar mit
tiefen Gesangspassagen auf, die später wieder in die normale
Tonlage wechseln. Hier fühle ich mich etwas an Skyclad
erinnert, wenn sie früher mal die Folkparts weglassen hätten.
Nach den beiden harten und treibenden Tracks folgt mit Greed
eine einfühlsamere Nummer, die sich im Verlauf der sieben
Minuten immer wieder zu steigern weiss, da man immer wieder
vom Gas geht und sehr emotionale, balladeske Teile einstreut.
Nach diesem sehr abwechslungsreichen Song kommt mit Masquerade
wieder eine etwas normalere Nummer, die sehr solide aber ohne
Höhepunkte auskommt. Grey beginnt dann auch wieder
sehr langsam und einfühlsam, steigert sich dann im Refrain
um dann schlussendlich doch noch ziemlich Fahrt aufzunehmen.
In Soulless legt man sich fast am Schluss nochmal voll
rein und versucht alle Register zu ziehen. Da gibt es ziemlich
knackiges und etwas abgehacktes Riffing, ganz unterschiedliche
Gesangsteile, manchmal sogar verzerrt un dann wieder typische
INSANIA Passagen, wie man sie bis dato schon
kennenlernen konnte. Das direkt darin übergehende The
Spirit bietet schlussendlich noch einen ziemlich erhabenen
Part, der zum Schluss sogar nochmal Gänsehaut Feeling hervorruft.
INSANIA haben mit Never 2L84H8
ein sehr gutes Stück Arbeit abgeliefert, welches die Wurzeln
nicht verleugnet ohne sie stumpf nachzuspielen. Also jeder der
auf gut gemachten, ehrlichen Power Metal ohne leidige Stratovarius
/Helloween Klonerei steht sollte sich mal die Homepgae der Band
anschauen.