INSANIA – Never 2L84H8

 
Label: STF Records
Release: 10.03.2003
Von: Hoschi
Punkte: 8,5/10
Time: 40:44
Stil: Power Metal
URL: Insania
 

Eine äußerst kurzweilige und interessante CD ist mir da mit Never 2L84H8 (nettes Wortspiel) von INSANIA auf den Schreibtisch geflattert. Vor allem deswegen, da man bei jeden Durchhören immer wieder was neues entdecken kann, was man vorher irgendwie verpasst hat (der Abspann ist cool). Diese immer neuen Facetten an der CD macht die Musik nur interessanter.
Den Anfang macht The Spirit Is Gone, wo anfangs der Gesang etwas komisch wirkt, da er etwas holprig geworden ist. Das gilt allerdings nur für manche Strophen, da dort unbedingt Namensfragmente bekannter Power Metal Bands und Alben verwurstet werden. Eine coole Verneigung vor seinen Vorbildern, wie man sie bei manchen Thrashbands schon finden konnte. Das nachfolgende Instrumental Once United...Twice Divided ist ein knackiges Stück Power Metals, welches um ein Sample aus Airheads herum gewoben wurde. Set Them Free 2002 geht sofort nach vorne los und ist ein recht hartes Stück geworden, wodurch die gesammte CD noch abwechslungsreicher wirkt. Trash schlägt danach in die selbe Kerbe und wartet sogar mit tiefen Gesangspassagen auf, die später wieder in die normale Tonlage wechseln. Hier fühle ich mich etwas an Skyclad erinnert, wenn sie früher mal die Folkparts weglassen hätten. Nach den beiden harten und treibenden Tracks folgt mit Greed eine einfühlsamere Nummer, die sich im Verlauf der sieben Minuten immer wieder zu steigern weiss, da man immer wieder vom Gas geht und sehr emotionale, balladeske Teile einstreut. Nach diesem sehr abwechslungsreichen Song kommt mit Masquerade wieder eine etwas normalere Nummer, die sehr solide aber ohne Höhepunkte auskommt. Grey beginnt dann auch wieder sehr langsam und einfühlsam, steigert sich dann im Refrain um dann schlussendlich doch noch ziemlich Fahrt aufzunehmen. In Soulless legt man sich fast am Schluss nochmal voll rein und versucht alle Register zu ziehen. Da gibt es ziemlich knackiges und etwas abgehacktes Riffing, ganz unterschiedliche Gesangsteile, manchmal sogar verzerrt un dann wieder typische INSANIA Passagen, wie man sie bis dato schon kennenlernen konnte. Das direkt darin übergehende The Spirit bietet schlussendlich noch einen ziemlich erhabenen Part, der zum Schluss sogar nochmal Gänsehaut Feeling hervorruft.
INSANIA haben mit Never 2L84H8 ein sehr gutes Stück Arbeit abgeliefert, welches die Wurzeln nicht verleugnet ohne sie stumpf nachzuspielen. Also jeder der auf gut gemachten, ehrlichen Power Metal ohne leidige Stratovarius /Helloween Klonerei steht sollte sich mal die Homepgae der Band anschauen.