INDIGENT
 
Label: Demo
Release: 2004
Von: Dajana
Punkte: -/-
Time: 24:46
Stil: Death/ Black Metal
URL: Indigent
 

Kaum zu glauben, das diese CD das Produkt einer einzelnen Person ist. Eine unglaublich dichte, kompakte und intensive Wand aus Gitarren, Drums und Gesang verleihen eine nahezu absurde Atmosphäre, der man sich schwerlich entziehen kann und die einen förmlich wegbläst. Dabei wechseln sich groovige melodische Parts mit wahren Gitarrenmassakern und fixe Drums ständig ab, während der Gesang von tiefkehligen Growls bis hin zu paranoiden Gekeife variiert. Die Songs sind ständig in harmonischem Fluss, obwohl Solos, Breaks und technische Raffinessen die Tracks immer wieder unterbrechen, diese dabei aber auch üppig anschwellen lassen. Zahlreiche Einflüsse aus Grind, Death und Black Metal lassen den Sound von INDIGENT zu etwas völlig Eigenem verschmelzen, was eine Kategorisierung irgendwie unmöglich macht. Und, was ich besonders beeindruckend finde, ist die Tatsache, das sich Richard Tomsett (der mit der Idee ein Death/Grind Projekt zu gründen aus dem Spanienurlaub im Sommer 2002 wieder kam) nicht im stilistischen Einheitsbrei verliert, was ja sehr häufig bei Soloprojekten vorkommt, da den meisten Künstlern die Einflüsse anderer Bandmitglieder fehlen und so der Sound schnell eindimensional und langweilig wird.

Aus dem einst angedachten Death/Grind Projekt ist nun eher Death/Black Metal mit technischem Anspruch geworden, woran Bleakmage, der Textschreiber, sicher nicht ganz unschuldig ist. Seinem Einfluss ist sowohl der neue Projektname, als auch die musikalische Entwicklung zu verdanken.
Der Sound aus dem heimischen Studio ist für eine solche Produktion ok, mit einer amtlichen wohl inszenierten Produktion jedoch, bräuchte man für dieses Demo sicher einen Waffenschein.
Alle 5 Tracks (Disgust, Picture, Poison, Mirror, Dust) sind der pure Wahnsinn und offenbaren großes Potential. Man darf sehr gespannt sein auf das, was noch kommen mag ...