Kaum zu
glauben, das diese CD das Produkt einer einzelnen Person ist.
Eine unglaublich dichte, kompakte und intensive Wand aus Gitarren,
Drums und Gesang verleihen eine nahezu absurde Atmosphäre,
der man sich schwerlich entziehen kann und die einen förmlich
wegbläst. Dabei wechseln sich groovige melodische Parts
mit wahren Gitarrenmassakern und fixe Drums ständig ab,
während der Gesang von tiefkehligen Growls bis hin zu paranoiden
Gekeife variiert. Die Songs sind ständig in harmonischem
Fluss, obwohl Solos, Breaks und technische Raffinessen die Tracks
immer wieder unterbrechen, diese dabei aber auch üppig
anschwellen lassen. Zahlreiche Einflüsse aus Grind, Death
und Black Metal lassen den Sound von INDIGENT
zu etwas völlig Eigenem verschmelzen, was eine Kategorisierung
irgendwie unmöglich macht. Und, was ich besonders beeindruckend
finde, ist die Tatsache, das sich Richard Tomsett (der mit der
Idee ein Death/Grind Projekt zu gründen aus dem Spanienurlaub
im Sommer 2002 wieder kam) nicht im stilistischen Einheitsbrei
verliert, was ja sehr häufig bei Soloprojekten vorkommt,
da den meisten Künstlern die Einflüsse anderer Bandmitglieder
fehlen und so der Sound schnell eindimensional und langweilig
wird.
Aus dem
einst angedachten Death/Grind Projekt ist nun eher Death/Black
Metal mit technischem Anspruch geworden, woran Bleakmage, der
Textschreiber, sicher nicht ganz unschuldig ist. Seinem Einfluss
ist sowohl der neue Projektname, als auch die musikalische Entwicklung
zu verdanken.
Der Sound aus dem heimischen Studio ist für eine solche
Produktion ok, mit einer amtlichen wohl inszenierten Produktion
jedoch, bräuchte man für dieses Demo sicher einen
Waffenschein.
Alle 5 Tracks (Disgust, Picture, Poison, Mirror, Dust)
sind der pure Wahnsinn und offenbaren großes Potential.
Man darf sehr gespannt sein auf das, was noch kommen mag ...