HEADSHOT – As Above, So Below

 
Label: Firefield Records
Release: 30.05.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 8/10
Time: 44:40
Stil: Thrash Metal
URL: Headshot
 
Es dauert zwar immer ne Zeit, aber wenn die neue Scheibe von HEADSHOT kommt, dann ist sie immer einen Hinhörer wert. Im Falle vom 4. Release As Above, So Below haben sich die Braunschweiger dann auch gleich mal 5 Jahre Zeit gelassen. Ich gehe jede Wette, die Thrash Metal Community wäre dankbar für kürzere Abstände zwischen Thrash Abrissbirnen die fest in der Bay Area verwurzelt sind. Doch wer jetzt ausschließlich Old School vermutet der liegt schlichtweg falsch. Der Erfolgsgarant für HEADSHOT liegt schlichtweg darin, dem Thrash früherer Zeiten ein frisches Facelifting zu verpassen. Nicht umsonst lassen sich Vergleiche zu Exodus, Artillery, Kreator oder Testament ziehen. As Above, So Below hat alles was das metallene Herz begehrt: Die Tracks kicken überwiegend im Uptempo-Bereich den Arsch, lassen dabei aber immer Platz für gemäßigtere Passagen und Groove. Standesgemäß gibt es Solos, die die Flitzefingerfraktion erfreuen werden und dass die Jungs in der Lage sind, einen neun Minuten Track spielerisch glanzvoll zu gestalten, indem sich die Klampfer in geordneten Bahnen richtig austoben können, beweist zum einen das Titelstück und zum anderen das folgende über 5 Minuten lange Instrumental The Swarm. Vom Grunde her passt hier also alles. Woran es bisher gescheitert hat den großen Wurf zu landen? Keine Ahnung. Vielleicht klappt es ja jetzt mit der neuen Frontröhre Daniela Karrer (ex Uppercut), die nach dem Release Vocalist Andi Bruer am vorderen Rand der Verteidigung abgelöst hat. Der Gute hat der Band nach dem Release den Rücken gekehrt, schade, denn der Mix aus Shouts und Sirene passte sehr gut zu HEADSHOT. Hoffen wir mal dass mit Firefield Records nun ein fähiges Label am Start ist, das die Thrasher nach vorne bringt.