Es
dauert zwar immer ne Zeit, aber wenn die neue Scheibe von HEADSHOT
kommt, dann ist sie immer einen Hinhörer wert. Im Falle
vom 4. Release As Above, So Below haben sich die
Braunschweiger dann auch gleich mal 5 Jahre Zeit gelassen. Ich
gehe jede Wette, die Thrash Metal Community wäre dankbar
für kürzere Abstände zwischen Thrash Abrissbirnen
die fest in der Bay Area verwurzelt sind. Doch wer jetzt ausschließlich
Old School vermutet der liegt schlichtweg falsch. Der Erfolgsgarant
für HEADSHOT liegt schlichtweg darin, dem Thrash
früherer Zeiten ein frisches Facelifting zu verpassen.
Nicht umsonst lassen sich Vergleiche zu Exodus, Artillery, Kreator
oder Testament ziehen. As Above, So Below hat
alles was das metallene Herz begehrt: Die Tracks kicken überwiegend
im Uptempo-Bereich den Arsch, lassen dabei aber immer Platz
für gemäßigtere Passagen und Groove. Standesgemäß
gibt es Solos, die die Flitzefingerfraktion erfreuen werden
und dass die Jungs in der Lage sind, einen neun Minuten Track
spielerisch glanzvoll zu gestalten, indem sich die Klampfer
in geordneten Bahnen richtig austoben können, beweist zum
einen das Titelstück und zum anderen das folgende über
5 Minuten lange Instrumental The Swarm. Vom Grunde her
passt hier also alles. Woran es bisher gescheitert hat den großen
Wurf zu landen? Keine Ahnung. Vielleicht klappt es ja jetzt
mit der neuen Frontröhre Daniela Karrer (ex Uppercut),
die nach dem Release Vocalist Andi Bruer am vorderen Rand der
Verteidigung abgelöst hat. Der Gute hat der Band nach dem
Release den Rücken gekehrt, schade, denn der Mix aus Shouts
und Sirene passte sehr gut zu HEADSHOT. Hoffen wir mal
dass mit Firefield Records nun ein fähiges Label am Start
ist, das die Thrasher nach vorne bringt.