Die
anfänglich geäußerten Befürchtungen von
Sänger/Gitarist Joe Duplantier, das Fans möglicherweise
der Ausrichtung auf dem neuen Album The Way Of All Flesh
nicht würden folgen wollen oder können, dürften
sich inzwischen in Luft aufgelöst haben.
Nach 3 Jahren intensivem Touren legen Frankreichs Ausnahme-Metaller
GOJIRA nach, und vor allem noch eins drauf ;)
Obwohl GOJIRA bei The Way Of All Flesh
da ansetzen, wo sie bei From Mars To Sirius aufgehört
haben, fällt das neue Album um einiges heftiger aus; brutaler,
rauer und düsterer, dafür aber auch ein bisschen straighter.
Die elektronischen Elemente sind bis auf minimale Soundschnipsel
verschwunden, dafür gibt es ein paar perkussive Experimente
und immer noch viel Melodie. Nicht verzichten muss man auf die
nach wie vor verdrehten aber unglaublich dynamischen, nackenbrechenden
wie hypnotisierenden Riffs. Ganz groß die erste Single
Vacuity, der Titeltrack, der Opener Oroborus,
A Slight To Behold oder z.B. Yama’s Messengers.
Joe’s Gesang hat sich noch ein bisschen weiterentwickelt,
ist noch variabler geworden und erinnert in seinem Abwechslungsreichtum
ein wenig an Opeth’s Ackerfeld.
Die Songs variieren von 2 (ein verträumtes Gitarren-Instrumental
namens The Silver Chord) bis 17 Minuten (The Way Of
All Flesh) und haben durchweg fließende Übergänge.
Der Versuch, GOJIRA immer noch irgendwie kategorisieren
zu wollen, bleibt hoffnungslos ;) Ist ja auch gar nicht nötig,
im multimedialen Zeitalter kann sich ja jeder vorab ein Bild
machen, worauf er sich musikalisch bei GOJIRA einlässt
;) Klasse Album!