GATECRUSHER,
bei dem Namen lässt sich locker richtig derber, rüder
Thrash Metal oder die musikalische Zerstörung der Seven
Gates Of Hell vermuten. Aber auch nur vermuten… Wie man
die deutschen Synonyme zu crush auch dreht und wendet, heraus
kommt dabei immer wieder melodischer Death Metal made in Ingolstadt.
Grundsätzlich ist das nicht das Schlechteste, wer sich
wie die Band aber melodischen Death Metal der Skandinavischen
Schule auf die Fahne schreibt, legt die Meßlatte erst
mal hoch – für meinen Geschmack etwas zu hoch. In
Anbetracht der Tatsache, dass Words On Empty Drafts
das Debüt Album von GATECRUSHER ist, machen sie
ihre Sache allerdings doch recht gut. Die Bajuwaren geben sich
alle Mühe so authentisch wie möglich ihren melodischen
Death Metal an den Mann zu bringen. Streckenweise gelingt ihnen
das auch mit dem einen oder anderen überzeugenden Melodiebogen.
Zu den Songs, deren Anzahl 4 ihren Ursprung teilweise schon
zur Demozeit hatte, gesellen sich 2 Instrumentalstücke,
lediglich 3 neue Tracks und der ein oder andere Fehlgriff im
Takt. Darüber lässt sich noch wohlwollend hinwegblicken,
hält man sich den musikalischen Störfall der Klasse
1 vor Augen: Vocalist Bastian Fersch. Die anderen Bandmitglieder
können sich noch so abmühen und Words On Empty
Drafts mit akzeptablen Metal versehen, die Kehlkopfgrowls
ohne jeglichen Melodiebogen machen die Arbeit „im Hintergrund“
gleich wieder zunichte. Vielleicht soll das aber auch das musikalische
Konzept von GATECRUSHER widerspiegeln: „Gut und
Böse existieren nicht wirklich – sie sind eins.“
Nun ja, eine bessere Einheit würde dann geformt, wenn die
Stimme nicht monoton konträr zur Musik laufen würde.
Der Versuch im letzten Track Fires/Theatre-Edit mit cleanen
Vocals zu glänzen, endet allerdings auch als Rohrkrepierer.
Potential ist generell da – an dem darf aber auch gerne
noch gearbeitet werden.