GATECRUSHER – Words On Empty Drafts

 
Label: Medusa Productions
Release: Juni 2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 5/10
Time: 37:47
Stil: Melodic Death Metal
URL: Gatecrusher
 
GATECRUSHER, bei dem Namen lässt sich locker richtig derber, rüder Thrash Metal oder die musikalische Zerstörung der Seven Gates Of Hell vermuten. Aber auch nur vermuten… Wie man die deutschen Synonyme zu crush auch dreht und wendet, heraus kommt dabei immer wieder melodischer Death Metal made in Ingolstadt. Grundsätzlich ist das nicht das Schlechteste, wer sich wie die Band aber melodischen Death Metal der Skandinavischen Schule auf die Fahne schreibt, legt die Meßlatte erst mal hoch – für meinen Geschmack etwas zu hoch. In Anbetracht der Tatsache, dass Words On Empty Drafts das Debüt Album von GATECRUSHER ist, machen sie ihre Sache allerdings doch recht gut. Die Bajuwaren geben sich alle Mühe so authentisch wie möglich ihren melodischen Death Metal an den Mann zu bringen. Streckenweise gelingt ihnen das auch mit dem einen oder anderen überzeugenden Melodiebogen. Zu den Songs, deren Anzahl 4 ihren Ursprung teilweise schon zur Demozeit hatte, gesellen sich 2 Instrumentalstücke, lediglich 3 neue Tracks und der ein oder andere Fehlgriff im Takt. Darüber lässt sich noch wohlwollend hinwegblicken, hält man sich den musikalischen Störfall der Klasse 1 vor Augen: Vocalist Bastian Fersch. Die anderen Bandmitglieder können sich noch so abmühen und Words On Empty Drafts mit akzeptablen Metal versehen, die Kehlkopfgrowls ohne jeglichen Melodiebogen machen die Arbeit „im Hintergrund“ gleich wieder zunichte. Vielleicht soll das aber auch das musikalische Konzept von GATECRUSHER widerspiegeln: „Gut und Böse existieren nicht wirklich – sie sind eins.“ Nun ja, eine bessere Einheit würde dann geformt, wenn die Stimme nicht monoton konträr zur Musik laufen würde. Der Versuch im letzten Track Fires/Theatre-Edit mit cleanen Vocals zu glänzen, endet allerdings auch als Rohrkrepierer. Potential ist generell da – an dem darf aber auch gerne noch gearbeitet werden.