FUNHOUSE – Flames Of Love 
 
Label: Music Art
Release: 26.01.2004
Von: Dajana
Punkte: 7
Time: 45:58
Stil: Gothic Rock
URL: Funhouse
 
FUNHOUSE schlagen auf ihrem nunmehr vierten regulären Longplayer neue Töne an. Auf Flames Of Love klingt die Band gitarrenlastiger, also rockiger, erdiger und um einige Grade schwermütiger und depressiver. Lange war es ruhig um die bereits 1986 gegründeten schwedischen Goth’N’Roller, auch, weil der letzte Output (Oceans Of Tears 2002) nicht wirklich überzeugen konnte. Nun sind sie wieder da und wollen an alte Erfolge vom Überflieger Never Again anknüpfen (eins meiner absoluten Lieblingsalben). Verantwortlich für den neuen Sound ist offensichtlich der hinzugekommene Keyboarder Dennis Berggren, der auch mitproduziert hat. Darüber hinaus gibt es mit Peter Mårdklint als Gitarist – der beileibe kein Unbekannter ist und vormals schon bei den Dimmu Borgir-like-Black Metal Symphonikern Embraced gezaubert hat (siehe Embraced Review) und 4 Saiter Måns Tomsby (der auch schon mal ein paar backing vocals beisteuert) weitere Line-up Änderungen. Der Drummer ist schon ein alter Bekannter und nun wieder zurückgekehrt. Flames Of Love kann mit einigen vielversprechenden Songs wie den Opener Care For You oder I Feel Joy oder Cry For Love aufwarten. Aber spätestens bei So Cold Without You fällt man in alte Never Again Trademarks zurück, die ganz besonders bei Everything’s Gone und Heart Speeding zum Zuge kommen. Erst Closer Oceans Of Tears kehrt zu den neuen Pfaden zurück. Da müssen es sich FUNHOUSE dann auch gefallen lassen, das man Flames Of Love zwangsläufig mit Never Again vergleicht, dessen Klasse das neue Album trotz modernen Sounds nicht erreichen kann. Ein weiterer Wermutstropfen sind für mich auch die Texte, die diesmal sehr ... einfach gehalten wurden. Sie haben ohne Zweifel ihre Aussagekraft, wirken aber dennoch sehr plakativ.
Wer das Meisterwerk Never Again nicht kennt, aber Musik im Stile von The Cult und The Mission gerne mag, wird mit Flames Of Love garantiert nix falsch machen. Und ich freue mich darauf, die Jungs endlich mal live sehen zu können ...