Ein
knapp 20-Minuten Track als MCD veröffentlicht, symbolisiert
ein neues Lebenszeichen der deutschen Black Metaller von FUNERAL
PROCESSION, die sich sonst gerne rar machen. So gibt es
auch so nicht viel zu erfahren und es überbleibt dem Rezensenten
aus dem Wenigen etwas Sinnvolles zusammen zu orakeln.
Da dem vielbeachteten, selbstbetitelten Debüt im Jahre
2006 ebenfalls eine ein-Song-MCD vorausgegangen war, vermute
ich mal, das die aktuelle Anleitung zum üppigen Rotweinkonsum
den geneigten Fan auf das sehnlichst erwartete Zweitwerk einstimmen
soll. Und das klappt ganz vorzüglich. Mit besagtem Getränk
in der Hand, lässt es sich hervorragend lauschen und berauschen.
The Red Vine Litanies ist eine ausgefeilte, schwarzmetallische
Inszenierung in drei Akten, wobei sich der erste Akt rau, wild
und ursprünglich gibt, garstig produziert, aber nicht zu
betont dreckig und untergründig. Es folgt ein kurzes Intermezzo
aus einem Mönchschor, welcher zu Akt drei überleitet,
der ähnlich wie Akt eins aus-, aber mit einem sehr markanten
Riffing auffällt. Vom Mönchschor untermalt, fällt
nach knapp 20 Minuten auch der letzte Vorhang.
The Red Vine Litanies ist ein ausgezeichneter
Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag. Die Meßlatte
liegt hoch, aber ich denke, FUNERAL PROCESSION werden
diese locker nehmen.