FRAGILE HOLLOW – Effete Mind
Label: Avantgarde
Release: 14.04.2003
Von: Calani
Punkte: 7
 

Klassischer Gothic Metal aus finnischen Landen, mit allen gängigen Trademarks wie groovende Gitarren, wenig Keyboards, stattdessen Pianoklänge und Melancholie pur. Effete Mind ist allerdings um einiges härter, als die Musik diverser Zeitgenossen wie HIM, The 69 Eyes, Charon ... und wie sie alle heißen mögen.
Obwohl Effete Mind das Debüt von FRAGILE HOLLOW ist, gibt es die Band schon seit 1997, allerdings unter dem Namen Prophet, unter dem man zahlreiche Demos und MCD’s veröffentlicht hat. Die musikalische Ausrichtung ist klar, FRAGILE HOLLOW mixen die Stile obengenannter Bands, bleiben dabei aber recht eigenständig. Tracks wie Come Undone oder Donna Gentile lassen aber auch dank adaptierter Pink Floydscher Gitarrenkunst typische Anathema Momente aufblitzen.
Dem Gesang kann ich allerdings nicht wirklich was abgewinnen. Sänger Aleksi hängt irgendwie zwischen allen Stühlen. Nur wenn der Gesang gedoppelt wird oder er sehr tief singt, passt er zur Atmosphäre.
Völlig überflüssig ist das Instrumental am Ende des letzten Tracks I Am Sorry, welches ein 2 minütiges Pattern aus dem Song ist und 30 Minuten lang wiederholt wird.
Insgesamt hätten es 8 Tracks auch getan. Effete Mind ist mit 74 Minuten viel zu lang und spätestens nach der Hälfte beschäftigt man sich mit anderen Dingen. Das Album ist nicht schlecht, aber auch kein Knaller.

Fragile Hollow