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wir nun zu einem weiteren Kapitel, der Geschichte "Warum gründe
ich ein Label?" mit dem Titel "Damit auf meiner CD draufsteht,
es kommt von einer Plattenfirma, und es mehr Leute anzieht". Steel
Art Records sind nämlich, soweit ich mich nicht täusche, Besitz
des FORCHTENSTEIN Masterminds Holger Karnstein,
der darauf einfach seine diversen Bandprojekte veröffentlichen
will, womit ich mal den Sinn und Zweck eines Labels nicht näher
hinterfragen will. Zudem ist die Aufmachung des Albums dermaßen
mickrig, das jede Eigenproduktion daneben glänzt, wie ein Stück
Gold neben einem Häufchen Asche - das Cover besteht aus 2 mit
Heftklammer aneinandergetackerten Computerausdrucken, die CD-Rom
ist nicht einmal beschriftet. Aber man sollte sich vom Äußeren
nicht abschrecken lassen und so beschloss ich, mir die Musik genauer
anzuhören, was wohl ein gewaltiger Fehler war. Teil Eins der CD
besteht zu 99% aus Samples von diversen Celtic Bands - wahrscheinlich
um einen Sonderpreis im Libro erstanden - die durch Keyboardtöne
und Schreie zusammengehalten werden. Nun, ich frage mich, wo da
die Originalität steckt, denn wenn ich mir eine Celtic CD
anhören will, dann kaufe ich sie mir, diese aneinandergestückelten
Songs sind wohl wenig wohltuend, besonders wenn so lästige Störgeräusche
(besagtes Kreischen und andere undefinierbare Geräusche..) das
Treiben stören.
Doch dann gibt es auch noch den zweiten Teil, der meist ohne Samples
auskommt. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei in den Raum gestellt...
Black Metal sollte zwar einen räudigen Sound haben, aber das einzige
Stück in der Richtung klappert einfach nur so vor sich hin, und
es ist nicht definierbar, ob da jetzt auf Keksdosen, Töpfe oder
gar wirklich auf ein Drumkit geschlagen wird..
Nach diesem "Geprügel" geht es dann mit hymnenähnlichen Klängen
weiter, FORCHTENSTEIN sind ja richtig vielschichtig!
Nach fremden Samples und Krach folgen Hymnen! Und auch diese passen
sich dem Niveau der CD an - einige Keyboardtöne ziehen sich über
Minuten hinaus, wozu dann gelegentlich Trommelschläge ertönen,
die natürlich manchmal nicht ganz im Takt sind, aber was anderes
sind wir ja von der Band nicht gewohnt. Um das Ganze auf den Punkt
zu bringen, wird im letzten Song dann auch noch ein Braveheart
Sampel verhunzt - haben die denn Respekt vor nichts?
So beschließe ich, mir diese CD nie wieder anzuhören um
das zu tun, was ihr gebührt - sie in hohem Bogen aus dem nächsten
Fenster befördern.
Warum in meiner Bewertung doch noch ein Pünktchen drinsteckt?
Irgendwie muss man doch den Mut honorieren, den eine Band aufbringen
muss, solche Scheiße auf den Markt zu bringen...
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