FLESH DIVINE - Necropolis
Label: Perennial Quest
Release: 01.09.2003
Von: Medion
Punkte: 1
 

Diese CD ist schlecht. Aber nicht einfach nur schlecht, sondern eigentlich schon eine solche Zumutung, dass es schwer ist, das Ganze in Worte zu fassen. Angefangen bei der Aufmachung, die an ein billiges Computerspiel von vor 15 Jahren erinnert, über die primitiven Melodien bis hin zum unmöglichen Gesang, ist eigentlich alles drauf enthalten, was ein Album so richtig mies macht. Grundsätzlich hab ich ja selbst bei schwachen Releases wenigstens die Geduld, mich trotzdem ein wenig damit auseinanderzusetzen, aber bei FLESH DIVINE kommt mir einfach nur das Grausen. Angeführt von „Brother Justice“, der bereits daran scheitert, sein Gegrunze halbwegs hinzubekommen, über „Necrophol“, der versucht, mit seinen schwachen Heavy-Metal-Riffs zu prahlen, lärmen sich die vier Franzosen durch 13 Songs, von denen die Hälfte eher Soundcollage oder „atmosphärische Zwischenparts“ darstellen (sollen), während das reguläre Material wohl am ehesten unter Heavy Metal mit Death Grunts fällt. Als wäre das noch nicht genug, bedient sich Justice auch ständig eines Octavizer-Effekts, der mich eher an eine Thunderdome-CD erinnert und hier nur mehr dämlich rüberkommt. Ich kann mir nicht helfen, aber selten habe ich Unnützeres gehört als Necropolis. So was hat eigentlich nicht mal eine Rezension verdient.
Wie der eine Punkt in der Bewertung nun überhaupt zustande gekommen ist, sei am Rande aber noch verraten: Haben es FLESH DIVINE doch tatsächlich geschafft, mir mit My Story einen fast schon eingängigen, von Frauengesang getragenen, Song unterzujubeln, der mich irgendwie an die schönen französischen Pop-Songs erinnert. Irgendwie schon paradox, ich glaub’s selbst fast nicht ;)

Flesh Divine