| Diese
CD ist schlecht. Aber nicht einfach nur schlecht, sondern eigentlich
schon eine solche Zumutung, dass es schwer ist, das Ganze in Worte
zu fassen. Angefangen bei der Aufmachung, die an ein billiges
Computerspiel von vor 15 Jahren erinnert, über die primitiven
Melodien bis hin zum unmöglichen Gesang, ist eigentlich alles
drauf enthalten, was ein Album so richtig mies macht. Grundsätzlich
hab ich ja selbst bei schwachen Releases wenigstens die Geduld,
mich trotzdem ein wenig damit auseinanderzusetzen, aber bei FLESH
DIVINE kommt mir einfach nur das Grausen. Angeführt
von „Brother Justice“, der bereits daran scheitert,
sein Gegrunze halbwegs hinzubekommen, über „Necrophol“,
der versucht, mit seinen schwachen Heavy-Metal-Riffs zu prahlen,
lärmen sich die vier Franzosen durch 13 Songs, von denen
die Hälfte eher Soundcollage oder „atmosphärische
Zwischenparts“ darstellen (sollen), während das reguläre
Material wohl am ehesten unter Heavy Metal mit Death Grunts fällt.
Als wäre das noch nicht genug, bedient sich Justice auch
ständig eines Octavizer-Effekts, der mich eher an eine Thunderdome-CD
erinnert und hier nur mehr dämlich rüberkommt. Ich kann
mir nicht helfen, aber selten habe ich Unnützeres gehört
als Necropolis. So was hat eigentlich
nicht mal eine Rezension verdient.
Wie der eine Punkt in der Bewertung nun überhaupt zustande
gekommen ist, sei am Rande aber noch verraten: Haben es FLESH
DIVINE doch tatsächlich geschafft, mir mit My
Story einen fast schon eingängigen, von Frauengesang
getragenen, Song unterzujubeln, der mich irgendwie an die schönen
französischen Pop-Songs erinnert. Irgendwie schon paradox,
ich glaub’s selbst fast nicht ;)
Flesh
Divine |