FLESH – Worship The Souls Of Disgust

 
Label: Pulverised Records
Release: 28.04.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 6/10
Time: 41:37
Stil: Death Metal
URL: Flesh
 
Ende 2007 sollte die dritte Scheibe von der One-Man Show FLESH schon in den Läden stehen. Keine Ahnung woran es gelegen hat das die Scheibe erst Ende April auf den Markt kommt, aber die kreative Ader scheint Pete Flesh in dieser Zeit nicht unbedingt aus sich herausgekitzelt zu haben. Für so geistige Ergüsse wie I Masturbate To Jesus Christ, Sluts & Whores, Sadistic Penetration oder My Penis Will Be Your Opera hat der gute Pete sicherlich kein Studium in der Zwischenzeit absolviert. Eher lässt mich das am Reifegrad der Volljährigkeit zweifeln. Nun ja, musikalisch geht die Kreativkurve dann wenigstens doch etwas nach oben. Aber keine Angst, aus der Skala schießt sie noch lange nicht raus. Unterstützt wird FLESH von seinem alten Deceiver Kollegen und hier als Session Drummer an und in den Kesseln rührenden Flingan. Beide holzen sich munter durch simpel angeordnete Old School Death Metal Baumreihen die teilweise beim Titelsong an die technische Finesse von Venom erinnern. Dieser Vergleich lässt sich aber nur hier ziehen, ansonsten haut Pete einfache aber doch recht wirkungsvolle Songstrukturen und Riffs raus die dann auch gerne mal zum mitbangen einladen. Geschwindigkeitsrekorde werden von Worship The Souls Of Disgust nicht attackiert, allerdings verfehlen die Uptempo Nummern Shatahan und Feast Of The Soul ihre Wirkung nicht. Ein wenig Kreativität lässt sich aber hier und da doch feststellen: Beim Opener gibt’s bspw. eine Leierkasten-Einlage und die an den richtigen Stellen in Night Of The Funeral Bells platzierten Glockenschläge gefolgt durch Rabengesang wissen definitiv zu gefallen. Allerdings dürfen diese Exkursionen sicherlich nicht über ein ansonsten mittelmäßiges Death Metal Album hinwegtäuschen. Auch die Tatsache das Worship The Souls Of Disgust im Abyss Studio eingeprügelt wurde und Tommy Tätgren die Finger im Spiel hatte, verleiht diesem Release nicht mehr Glanz. Die Produktion klingt doch eher mager als das sie wegbläst. Fleisch macht sich manchmal in der Tiefkühle doch besser als im CD-Regal – also vorher reinhören.