Ende
2007 sollte die dritte Scheibe von der One-Man Show FLESH
schon in den Läden stehen. Keine Ahnung woran es gelegen
hat das die Scheibe erst Ende April auf den Markt kommt, aber
die kreative Ader scheint Pete Flesh in dieser Zeit nicht unbedingt
aus sich herausgekitzelt zu haben. Für so geistige Ergüsse
wie I Masturbate To Jesus Christ, Sluts & Whores,
Sadistic Penetration oder My Penis Will Be Your Opera
hat der gute Pete sicherlich kein Studium in der Zwischenzeit
absolviert. Eher lässt mich das am Reifegrad der Volljährigkeit
zweifeln. Nun ja, musikalisch geht die Kreativkurve dann wenigstens
doch etwas nach oben. Aber keine Angst, aus der Skala schießt
sie noch lange nicht raus. Unterstützt wird FLESH
von seinem alten Deceiver Kollegen und hier als Session Drummer
an und in den Kesseln rührenden Flingan. Beide holzen sich
munter durch simpel angeordnete Old School Death Metal Baumreihen
die teilweise beim Titelsong an die technische Finesse von Venom
erinnern. Dieser Vergleich lässt sich aber nur hier ziehen,
ansonsten haut Pete einfache aber doch recht wirkungsvolle Songstrukturen
und Riffs raus die dann auch gerne mal zum mitbangen einladen.
Geschwindigkeitsrekorde werden von Worship The Souls Of
Disgust nicht attackiert, allerdings verfehlen die Uptempo
Nummern Shatahan und Feast Of The Soul ihre Wirkung
nicht. Ein wenig Kreativität lässt sich aber hier
und da doch feststellen: Beim Opener gibt’s bspw. eine
Leierkasten-Einlage und die an den richtigen Stellen in Night
Of The Funeral Bells platzierten Glockenschläge gefolgt
durch Rabengesang wissen definitiv zu gefallen. Allerdings dürfen
diese Exkursionen sicherlich nicht über ein ansonsten mittelmäßiges
Death Metal Album hinwegtäuschen. Auch die Tatsache das
Worship The Souls Of Disgust im Abyss Studio eingeprügelt
wurde und Tommy Tätgren die Finger im Spiel hatte, verleiht
diesem Release nicht mehr Glanz. Die Produktion klingt doch
eher mager als das sie wegbläst. Fleisch macht sich manchmal
in der Tiefkühle doch besser als im CD-Regal – also
vorher reinhören.