Die
Maschine läuft wieder...und wie! Zwei Jahre, nachdem sich
FEAR FACTORY überraschend im Streit auflösten
und ein paar Monate später als Trio (ohne Gitarrist Dino
Cazares) wieder reformierten, wurden auch die Gerüchte um
ein neues Album der Angstfabrik laut. Härter, back to the
roots und vor allem besser als das von der Presse und Fanschar
sehr zwiegespalten aufgenommene Digimortal sollte
es werden. Ob es sich dabei jedoch nur um einen Hoax handelte
oder Archetype, so der kryptische Titel,
wirklich wieder die alte Durchschlagskraft einer mehr als innovativen
Band darstellen würde, musste man abwarten.
Doch nun liegt mir das offiziell fünfte Album FEAR
FACTORY’s vor und ich muss feststellen, dass Archetype
ein weiteres Highlight einer großartigen Band
darstellt. Diese CD wird ihren Erwartungen mehr als gerecht und
zeigt, dass die Jungs trotz oder gerade wegen dem Verlust ihres
Hauptsongwriters nach wie vor für eines stehen: brachialen
und futuristischen Industrial Metal par excellence. Der Opener
Slave Labor startet noch eher „gemächlich“
und eher im Stile von Digimortal gehalten,
während Cyberwaste dann in die Offensive geht und
mit fast schon unmenschlicher Präzision jede pseudo-harte
(Nu) Metal-Band in die Schranken verweist und mit minimalem Keyboard-Einsatz
fast schon an Soul Of A New Machine-Zeiten
erinnert. Herausstechend im weiteren Verlauf zeigt sich das extrem
düstere und kalte Drones sowie der neue Überflieger
und Titeltrack Archetype, das ich bereits jetzt als das
neue Replica (vom Hit-Faktor her…) betrachte. Auch
beim Rest der Tracks schwächeln Burton & Co nur selten
und haben ihre Wiederauferstehung mehr als gekonnt hinbekommen.
Und selbst wenn Archetype prägnante
Merkmale aller bisherigen CDs aufweist, so stellt dieses Album
nur einen weiteren logischen Schritt in der Karriere FEAR
FACTORY’s dar, dem sogar Leute, die die Band nach
Demanufacture abgeschrieben hatten,
was abgewinnen könnten. Die Maschine läuft wieder…
und wie! Fabelhaft!
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