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Von
FERRO IGNIQUE hörte ich zum ersten Mal auf dem Under The
Black Sun 2001, da sie den zweiten Tag eröffneten, allerdings
blieb aufgrund meines angeschlagenen Zustands nicht viel von ihnen
hängen, bis auf die Feststellung, dass sie eigentlich "recht gut"
waren - und das Einlegen des Albums bestätigte, dass mein damaliger
Eindruck gar nicht so falsch war...
Nachdem
in Norwegen größtenteils nur mehr Mist produziert wird, der sogar
dem braven Buben von nebenan gefällt, muss wohl der Nachschub
aus Deutschland kommen - FERRO IGNIQUE beginnen dort, wo
Gorgoroth mit Under The Sign Of Hell aufgehört haben, und verbreiten
die Stimmung, die die Norweger einfach nicht mehr bringen können.
Größtenteils ziemlich melodisch gehalten bewegen sich die Songs
zwischen langsamen und schnelleren Parts, die immer wieder von
Akustikpassagen aufgelockert werden - begleitet von einer wahnsinnig
intensiven Stimme, an der sich manche sogenannten Szenegrößen
ein Beispiel nehmen sollten. Dazu kommt eine ordentliche Portion
Abwechslungsreichtum, denn im Gegensatz zu anderen hat hier jeder
Song seinen eigenen Charakter, vom sehr skurrilen, schnellen DCLXIV
- Paradise Parasites bis hin zum letzten Song Seelenwinter,
der mit cleanem Gesang abgeschlossen wird. Teilweise erinnern
mich FERRO IGNIQUE zudem an die Labelkollegen Trimonium,
wenn sie auch nicht ganz so intensiv rüberkommen.
Auch soundmäßig gibt es hier wenig zu bemängeln, allerdings merkt
man, dass hier noch mehr Potential drinsteckt - obwohl die Songs
wirklich allesamt gelungen sind, fehlt mir jedoch das, was ein
wirklich gutes Black Metal Album für mich ausmacht: das Verfallen
in eine Stimmung, die mich alles rund um mich vergessen lässt
- diese Intensität wurde hier leider nicht erreich, allerdings
zweifle ich nicht im Geringsten daran, dass FERRO IGNIQUE
dazu fähig sind. Gelungenes Debüt, das auf mehr hoffen lässt.
Ferro
Ignique
Folter Records
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