Fett!
Das ist wohl das erste, das sich ein Hörer denk, wenn die
neue CD von FATAL SMILE im Player rotiert.
Und Recht hat er, denn das Album ist derartig fett produziert,
dass ein Fastfood – Junkie daneben wie ein magersüchtiges
Model aussieht. Gleich das zweite, was auf mein Wohlwollen trifft,
ist die Mucke selbst: feiner 80er – Jahre Poser- Glamrock
aus dem Ikealand, toll vorgetragen und mit einigen echten Perlen
bestückt. So rocken Crash And Burn und Colorblind
ohne Ende, während mit Practise What You Preach
und der Single Learn – Love – Hate zwei
Highlights auf der CD versteckt sind. Mötley Crue, Cinderella,
aber auch Deep Purple ohne Keyboard drängen sich hier als
Vergleiche auf. Getragen von der rauen, aber immer melodischen
Stimme des Sängers H.B. Anderson und Y's treibenden Riffs
entfaltet auch das doomige, an Black Sabbath erinnernde, Quiet
Chaos seine volle Wucht.
Das einzige Manko der ansonsten tadellosen CD stellt eine etwas
höhere Abnutzung der Songs dar. Trotz interessanter Tracks
und starker Grooves wird das Album etwas monoton und zieht sich
in die Länge. Dennoch aber ein würdiger Nachfolger
für Beyond Reality aus dem Jahre
2002.
Anders verhält
es sich für die Single Learn – Love
- Hate. Diese besteht aus nur einem Song, eben
Learn – Love – Hate und dem dazugehörigen
Video. Mir wäre das zu wenig, um in die Tasche zu greifen.
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