Mein
Erstkontakt mit FALLEN YGGDRASIL fand erst
in diesem Jahr am Ragnarök Festival in Lichtenfels statt.
Auf diesem Pagan Metal Konzertereignis kündigte Sänger
Simon seine Band selbstironisch als die „Fehlbesetzung
des Festivals“ an und sammelte so schon eine Menge Sympathiepunkte
bei mir. Auf der Bühne fiel vor allem neben der erstklassigen
instrumentalen Leistung auf, dass die vier Jungs immerfort ein
Lächeln im Gesicht trugen und nicht böse dreinblickten.
Auf den der CD beiliegenden Fotos wird auch auf die positive
Ausstrahlung gesetzt und herzhaft gelacht – cool!
Der Death Metal mit teils thrashigem Gesang gefiel mir dann
auch außerordentlich gut – und auch an den 3 Songs
des vorliegenden Demos Prospect Of Prey
finde ich schnell Gefallen. Die Mischung von FALLEN
YGGDRASIL besteht aus melodischen Death Metal Elementen,
fragmentarischen Hardcore-Einflüssen (sowohl beim ersten
Song Save Me als auch beim nachfolgenden In The
Fire zu erkennen) und Uptempo-Passagen, die harmonisch
zu einer geschlossenen Einheit verbunden werden. Obendrein bleibt
für groovige Headbangerpassagen auch genug Platz. Sänger
Simon wechselt zwischen thrashigem Gekreische und tiefen Growls,
was vor allem im Wechselgesang bei erwähntem In The
Fire sehr gut rüberkommt. Den besten Song haben FALLEN
YGGDRASIL ans Ende von Prospect Of Prey
gesetzt, nämlich Memory Assassin: durchgehend
erstklassige Gitarrenmelodien, abwechslungsreicher Aufbau und
beeindruckender Gesang lassen den Track zu einem wahren Genuss
werden.
In dieser Form bin ich wirklich gespannt auf das volle Album,
einen appetitanregenden Vorgeschmack liefern die 3 Songs auf
jeden Fall!