| Nun
ja, eigentlich sollte das Debüt In Pain We Trust
– Relicts For Revenge schon Ende 2002 rauskommen,
jetzt hat es doch bis zum Herbst 2003 gedauert. Dem Szenekenner
dürften einige dieser Tracks vom Awaiting The
Storms Demo (2002) bekannt sein, auf dem diese schon
mal in der Rohfassung dargeboten wurden. Das ist übrigens
jenes Demo, das ich als Tape bekam, aber zu dusselig war, mir
auch die B Seite der Kassette anzuhören und hinterher wegen
der fehlenden Tracks nörgelte. That’s me stupid, sorry
guys *knuddel*.
Das vorliegende Debüt hätte auch eine 2CD sein können,
denn sie ist in 2 Kapitel aufgeteilt und mit 16 Tracks recht üppig.
Das erste Kapitel heißt Relicts und beinhaltet Tracks aus
den Jahren 1996 – 1999, während das zweite Kapitel
Revenge die Jahre 1999 – 2002 retrospektiert.
Musikalisch hat sich nicht so viel geändert, es gibt immer
noch old school Thrash Metal mit einem leichten Death Metal Touch.
Nur ist diesmal der Sound viel besser, die Songs überarbeitet
und die Arrangements verbessert. Natürlich hört man
auch eine deutliche Entwicklung bei den neueren Sachen.
Das Intro ist ziemlich düster und cool, passt aber so gar
nicht zur Musik und dürfte den einen oder anderen auf eine
falsche Fährte führen. Macht aber nix, denn bereits
mit dem Opener The Sky Burns Red ist klar, wohin die
Reise geht. Tracks wie Hail That Day zeigen eine nostalgische
Slayer Note, andere wiederum (Blood & Fire) kokettieren
mit den britischen Kultsickos Carcass. Teils fängt man recht
melancholisch verträumt mit diversen Akustikelementen und
Solos an, findet aber immer wieder zu den traditionellen Thrash
Rhythmen zurück.
Das zweite Kapitel wird von einem eigenen Intro eingeleitet und
geht dann in The Nihilist über. Hier versucht man
einiges mehr an Können reinzubringen, was aber nicht immer
gelingt. Der Gesang ist noch immer recht untypisch, setzt aber
einen guten Kontrast.
Insgesamt ist In Pain We Trust – Relicts For
Revenge ein beachtenswertes Debüt, wo der Thrash
nicht neu erfunden wird, das aber viele gute Ansätze zeigt.
Mit 16 Tracks und 63:49 Minuten ist es aber zu lang und zu langatmig.
Das sich bereits bekannte Stücke darauf tummeln, macht gar
nix, da sich die Qualität enorm verbessert hat. Und jetzt
wird es Zeit für was Frisches!!!
Eternal
Pain |