ETERNAL PAIN - In Pain We Trust – Relicts For Revenge
Eigenproduktion
Release: September 2003
Von: Calani
Punkte: 7
 

Nun ja, eigentlich sollte das Debüt In Pain We Trust – Relicts For Revenge schon Ende 2002 rauskommen, jetzt hat es doch bis zum Herbst 2003 gedauert. Dem Szenekenner dürften einige dieser Tracks vom Awaiting The Storms Demo (2002) bekannt sein, auf dem diese schon mal in der Rohfassung dargeboten wurden. Das ist übrigens jenes Demo, das ich als Tape bekam, aber zu dusselig war, mir auch die B Seite der Kassette anzuhören und hinterher wegen der fehlenden Tracks nörgelte. That’s me stupid, sorry guys *knuddel*.
Das vorliegende Debüt hätte auch eine 2CD sein können, denn sie ist in 2 Kapitel aufgeteilt und mit 16 Tracks recht üppig. Das erste Kapitel heißt Relicts und beinhaltet Tracks aus den Jahren 1996 – 1999, während das zweite Kapitel Revenge die Jahre 1999 – 2002 retrospektiert.
Musikalisch hat sich nicht so viel geändert, es gibt immer noch old school Thrash Metal mit einem leichten Death Metal Touch. Nur ist diesmal der Sound viel besser, die Songs überarbeitet und die Arrangements verbessert. Natürlich hört man auch eine deutliche Entwicklung bei den neueren Sachen.
Das Intro ist ziemlich düster und cool, passt aber so gar nicht zur Musik und dürfte den einen oder anderen auf eine falsche Fährte führen. Macht aber nix, denn bereits mit dem Opener The Sky Burns Red ist klar, wohin die Reise geht. Tracks wie Hail That Day zeigen eine nostalgische Slayer Note, andere wiederum (Blood & Fire) kokettieren mit den britischen Kultsickos Carcass. Teils fängt man recht melancholisch verträumt mit diversen Akustikelementen und Solos an, findet aber immer wieder zu den traditionellen Thrash Rhythmen zurück.
Das zweite Kapitel wird von einem eigenen Intro eingeleitet und geht dann in The Nihilist über. Hier versucht man einiges mehr an Können reinzubringen, was aber nicht immer gelingt. Der Gesang ist noch immer recht untypisch, setzt aber einen guten Kontrast.
Insgesamt ist In Pain We Trust – Relicts For Revenge ein beachtenswertes Debüt, wo der Thrash nicht neu erfunden wird, das aber viele gute Ansätze zeigt. Mit 16 Tracks und 63:49 Minuten ist es aber zu lang und zu langatmig. Das sich bereits bekannte Stücke darauf tummeln, macht gar nix, da sich die Qualität enorm verbessert hat. Und jetzt wird es Zeit für was Frisches!!!

Eternal Pain