ETERNAL LORD – Blessed Be This Nightmare

 
Label: Golf Records
Release: 17.03.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 6.5/10
Time: 38:09
Stil: Deathcore
URL: Eternal Lord
 
2005 aus ehemaligen Mitgliedern von The Hunt For Ida Wave und Burning Skies gegründet, wurde das ETERNAL LORD Line-Up im frühen 2007 durch Sänger Edward Butcher (I Killed The Prom Queen) und Basser Nick Gardener von The Carnival Of Horrors komplettiert. Einige Namen, einige Bands, aber auch ein entsprechender Bekanntheitsgrad? Das eher nur regional, denn die englischen jugendlichen Basecapträger haben in ihrer noch jungen Historie bestimmt noch nicht jeden Metalhead erreicht. Mit Blessed Be This Nightmare als Debüt wollen die Jungs aus Großbritanniens Dirty South das nun ändern und setzen dabei auf eine Menge Ideen, um den eingeschlagenen Mix aus geschmiedeten Todesblei und Hardcore mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Da haben wir z.B. O’Brothel Where Art Thou, das mit seiner Black Metal Attitude aus der Deathcore Reihe tanzt. Die bei diesem Song zum Schluss eingesetzten Gangshouts sind total gruselig, was man aber sonst von den schnelleren Passagen in dem Song und generell von denen auf Blessed Be This Nightmare nicht behaupten kann. Im Gegenteil, die wissen recht gut zu unterhalten. Wenn auch nicht mehr im Black Metal Gewand gehüllt, brechen die zügigeren Passagen wie in The Forty Five oder Set Your Anchor die Tonnen von Beatdowns gut auf. Den krassen Gegensatz dazu bildet Amity – dieses Instrumental ist eher für frisch Verliebte geeignet, die fernab der derberen Klänge die Romantik eines Sonnenuntergangs genießen. Wenn ich eingangs von einer Menge Ideen sprach, gibt es diese natürlich auch in Form der einen oder anderen rar gesäten Melodie oder von knackigen und aggressiven Grooves. Unter dem Strich muss ich aber sagen, dass mir bei dieser Scheibe durchweg irgendwo das Konzept fehlt. Die Grundrichtung mit seiner Aggressivität stimmt, allerdings darf der Stoff gerne noch mehr zentriert werden. Da ändert auch der variable Gesang von Frontmütze Edward Butcher nichts. Auch hier spiegelt sich das noch nicht fertige Bild wieder: growlt er in seiner tiefsten Tonlage, will mir das nicht ins Gesamterscheinungsbild passen, in den geschrienen Parts ist er weitaus besser. Also, bitte noch mal die Betonpfeile rausholen und an der Statue des ETERNAL LORD feilen.