Plötzliche
Bekanntheit sowie einige 1000 Klicks mehr auf der Myspace Seite
haben die irischen ERA VULGARIS vermutlich
der Tatsache zu verdanken, das frühzeitig durchsickerte,
das Queens Of The Stone Age ihrer aktuellen Platte genau diesen
Titel geben würden... Aber das soll hier nicht wertend
in die Musik einfließen, denn die hat wirklich so richtig
gar nichts mit dem Sound der Wüstenrocker gemein.
ERA VULGARIS kommen aus einer ganz anderen
Welt, dem klassischen Metal, der hier allerdings angereichert
durch zahlreiche Thrash Metal Eskapaden, progressiven Elementen
aus Rock & Metal und poppigen Augenblicken ne Spur kompakter
aber auch eingängiger rüberkommt, als man es von verwandten
Thrash-Bands gewöhnt ist.
Denkt man ein wenig zurück, an die Endachtziger und Frühneunziger,
mag man sich an komplexe und schmissige Bands erinnern, die
Metallica-like dem meist komplexen Bay-Area Thrash frönten;
in diesem Falle hier kippt man ne Spur Progrock der Siebziger
drauf, gibt eine Spur instrumentale Schweizer Erinnerungen an
frühe Coroner hinzu und versetzt das Gebräu mit latent
auffindbarem Pop sowie einer Prise Led Zeppelin. What
Stirs Within wird dadurch zu einer spannenden
wie abwechslungsreichen Scheibe, die gleichzeitig kraftvoll,
aber auch durchdacht klingt... Die teilweise sehr langen Songs
schöpfen aus dem Vollen und gipfeln im 11-minütigen
Highlight Iram, das als Finale noch einmal wie eine dramatisches
und dynamisches Fazit dieser Platte klingt und gleichzeitig
ein Blick in eine möglicherweise spannend werdende Zukunft
wirft. Tolle Platte.
Sie kommt wahrscheinlich genau zum rechten Zeitpunkt, denn wo
überraschende Bands wie Machine Head sich auch wieder trauen
komplexe Musik zu machen, mögen sich im Windschatten solcher
Bands ganz neue Bekanntheitsgrad-Möglichkeiten ergeben.