Was
auf dem Infoblatt als Fusion von anspruchsvollem progressiven
Metal mit elektronischen Sounds angekündigt wird, entpuppt
sich doch glatt als Black Metal.
Tome III: Terra Mentis ist das dritte
Album der Tschechen von ESSENCE OF EXISTENCE und
scheinbar auch der dritte Teil eines speziellen Konzeptes. Tome
III: Terra Mentis besteht aus drei Kapiteln zu
je drei Songs plus Intro und Outro und schließt thematisch
direkt an den Vorgänger Tome II: Ephemeris
Sun an.
Musikalisch erinnert das Werk der Tschechen an Limbonic Art
oder Arcturus. Terra Mentis ist komplex
und vielschichtig. Von rasenden Black Metal Attacken, klassischen
Keyboard-Sounds bis in zu den elektronischen Samples, Frauengesang,
schnellen Tempiwechseln, Breaks und symphonisch breiten Melodien
ist alles dabei. Dazu Wechselgesang aus typisch schwarzmetallischen
Gekeife und Growls, aber auch klarem Gesang. Hin und wieder
tendiert man deutlich in eine orientalische Ecke, wobei die
Musik dem entsprechenden weiblichen Gesang folgt. Progressive
Black Metal also. Trotz der Vielzahl an Sounds und Stilistiken
schaffen es ESSENCE OF EXISTENCE es dann aber
doch, weder die Songs zu überfrachten, noch den roten Faden
zu verlieren. Was aber nicht heißen soll, das diverse
musikalischen Anwandlungen nicht doch manchmal recht seltsam
anmuten und das Ganze unbedingt einfach zu verdauen wäre.
Besonders gut ins Ohr gehen Spiritless, Bewildered
Reason oder auch Unveiled Astral Paths, während
Desire Fragments ein reines Instrumental ist.
Aufgeschlossene ProgMetal-Fans sollten mal reinhören, Black
Metal Puristen sollten sich hier tunlichst fernhalten.